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Gegenwind für Klimaskeptiker Drucken E-Mail

21.11.2014 (GWUP): Wird die derzeitige Erderwärmung gar nicht durch den Menschen mitverursacht? Seit einigen Jahren liefern sich einzelne Politiker und Wissenschaftler einen heftigen Streit darüber, ob es wirklich einen von Menschen verursachten Klimawandel gibt. Nun warten zeitgleich zahlreiche internationale Medien mit eindeutigen Zahlen auf.

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Goldenes Brett 2014: Die Kandidaten Drucken E-Mail

Der herausragendste antiwissenschaftliche Unsinn des Jahres wird wieder prämiert. Wer hat sich 2014 mit besonders wundersamen esoterisch-skurrilen Aussagen hervorgetan? Aus über 250 Nominierungen wurden nun drei Kandidaten ausgewählt, von denen einer am 26. November mit dem Goldenen Brett vorm Kopf ausgezeichnet wird.


Die Kandidaten (in alphabetischer Reihenfolge):

Barbara Steffens
Die Gesundheitsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen ist eine deklarierte Anhängerin von Alternativmedizin – damit ist sie nicht alleine. Besonders problematisch ist allerdings, dass sie als
Politikerin die Alternativmedizin auch an Universitäten verankern will. Außerdem ist sie der Meinung, dass Alternativmedizin nicht nach den üblichen wissenschaftlichen Wirksamkeitskriterien beurteilt werden kann – eine Sichtweise, die jeden rationalen Diskurs über Alternativmedizin unmöglich macht.

„Netzwerk Impfentscheid“
Impfungen haben vermutlich mehr Menschenleben gerettet als jede andere Präventionsmaßnahme der modernen Medizin. Trotzdem gibt es eine hartnäckige, lautstarke Impfgegner-Community, die sich zum Ziel gesetzt hat, diese Erfolgsgeschichte zu beenden. Die wissenschaftliche Faktenlage lässt keinen Zweifel daran, dass Impfen wichtig und nützlich ist, doch Vereine wie „Netzwerk Impfentscheid“ verbreiten die Vorstellung, dass Impfen nutzlos und sogar schädlich sei. Insbesondere jungen Eltern wird oft eingeredet, dass sie ihre Kinder nicht impfen sollen – eine Falschinformation, die tragische Folgen haben kann.

Xavier Naidoo
Der deutsche Sänger Xavier Naidoo hat sich zum Vertreter abstruser Verschwörungstheorien entwickelt. Er sorgte mit seiner Nähe zur rechtsgerichteten „Reichsbürgerbewegung“ für Aufsehen, die die Existenz der Bundesrepublik Deutschland leugnet. Naidoo begab sich damit in ein Netz aus Verschwörungstheorien, die von den Anschlägen vom elften September bis zur Finanzkrise reichen. Seine große Popularität als Musiker führt insbesondere junge Menschen in eine abstruse Gedankenwelt aus unhaltbaren Behauptungen, in denen Hass und Angst mehr zählen als Fakten. Eine rationale Diskussion über tatsächliche politische Missstände wird dadurch unmöglich. Xavier Naidoo wird zur Einstiegsdroge der Irrationalität, die mit pathetischer Musik beginnt und bei
Chemtrails und Weltverschwörungs-Paranoia endet.

 

Vergeben wird der Preis für den größten antiwissenschaftlichen Unfug des Jahres von der Wiener GWUP (Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften), der Gesellschaft für kritisches Denken (GkD).
Vorschläge wurden vom 4. bis 14. November auf www.goldenesbrett.guru gesammelt. Die öffentliche Verleihungsfeier findet am 26. November um 20:00 Uhr in der Urania in Wien statt (Uraniastraße 1, 1010 Wien).

 
WHO-Warnung und Impfmythen Drucken E-Mail

15.11.2014(GWUP): In eine offiziellen Pressemitteilung hat die Weltgesundheitsorganisation WHO beklagt, dass Masern wieder auf dem Vormarsch sind. Dies liegt offenbar auch an Vorbehalten gegen Impfungen in zahlreichen Ländern. Dem Bericht zufolge ist die Zahl der Maserntoten von 122000 im Jahre 2012 auf 145700 im Jahre 2013 gestiegen.

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Nur noch wenige Stunden: Kandidaten fürs Goldene Brett gesucht Drucken E-Mail

Bald ist es so weit: die Jury des Goldenen Bretts tritt zusammen um  die Top-3 zu verkünden. Wird dein Kandidat dabei sein?

Noch bis heute 24:00 Uhr hast du die Möglichkeit, weitere Anwärter zu nominieren: wer hat das Goldene Brett 2014 besonders verdient? Wer verbreitet oder verkauft besonderen Unsinn unter einem wissenschaftlichen Deckmantel, der nicht passt?

Unter den bisher schon über 250 Nominees finden sich jetzt schon besondere Perlen:
Die Autorin Margarete Sennekamp beschreibt, wie mittels der Kraft der Gedanken erfolgreich verhütet werden kann, die komplementäre Ministerin Steffens ist wieder vorne dabei und auch der Generalverschwörer Xavier Naidoo.

Die Liste ist aber sicherlich noch nicht komplett. Hilf mit und reiche die Person oder die Firma ein, die sich den Preis besonders verdient!
Pressematerial gibt es hier.

 

 
„New York Times" porträtiert James Randi Drucken E-Mail

09.10.2014 (GWUP): Häufig beherrschen Wahrsager oder Wunderheiler die Schlagzeilen in den Medien. Umso erfreulicher, dass die renommierte „New York Times" nun der Skeptiker-Legende James Randi einen mehr als  wohlwollenden Beitrag widmet.

Anlässlich des eben zu Ende gegangenen „Amazing Meeting", das seit 2003 regelmäßig abgehalten wird, porträtiert der Journalist Adam Higginbotham ausführlich den mittlerweile 86-jährigen ehemaligen Bühnenmagier und weltweit wohl bekanntesten Skeptiker. Randi, Ehrengast der Weltskeptikerkonferenz 2012 in Berlin, blickt darin auf seine jahrzehntelange Karriere als Entlarver angeblicher Medien zurück. Erstaunt darüber, dass viele Gäste seiner Zaubershows seine Tricks für real hielten, begann Randi später, angeblich übersinnlich Begabte herauszufordern, ihre Kräfte unter Beweis zu stellen. Erst bot er tausend Dollar als Privatperson, später dann initiierte er die mittlerweile fest etablierte „Million Dollar Challenge" für jeden, der den Nachweis paranormaler Fähigkeiten glaubt erbringen zu können.
Über seine Schwierigkeiten, die zahlreichen Klagen, die gegen ihn angestrengt wurden (so lieferte er sich jahrelange Rechtstreitigkeiten mit dem angeblich übersinnlich Begabten Uri Geller), die Anfänge der organisierten Skeptikerbewegung in den USA, denen später der Skeptikerverein ,,CSICOP" und deren Magazin, der „,Skeptical Enquirer" entsprangen, gibt der Artikel informativ Auskunft. Um zu zeigen, wie leicht sich die Öffentlichkeit täuschen lässt, gelang es Randi in den 80er Jahren sogar, in Australien „Carlos", ein vermeintliches Geistwesen zu präsentieren, das sich angeblich im Körper eines jungen Mannes manifestierte, was sich unter anderem an einem abrupt abfallenden Puls zeigte (tatsälich ein alter Trick von Bühnezauberern).Das Medium war in Wirklichkeit ein damals 25-jähriger Kunststudent, heute Randis Lebensgefährte. Trotzdem stürzte sich die australische Pesse mit Begeisterung auf das vermeintliche Medium, einschließlich der angebotenen Merchandising-Artikel (u.a.„Tränen von Carlos", für 500 Dollar und „Atlantis-Kristalle"). Die anschließende Enthüllung, dass es sich nur um einen Hoax in Zusammenarbeit mit dem TV-Magazin „60 Minutes" handelte, löste bei den getäuschten Medienleuten Empörung aus. Ausführlich gibt Randi in dem Beitrag auch Einblicke in sein Privatleben, seine persönlichen Überzeugungen, und dass ihn auch schwere Krankheiten und damit verbundene Gedanken nicht von einem Leben nach dem Tode überzeugen konnten:  „I wouldn’t have any comfort from it — because I wouldn’t believe in it,” so Randi. So habe er als junger Mann, als er noch als Zauberkünstler auftrat, vor dem Schlafengehen immer auf seine Visitenkarten die Vorhersage geschrieben: „Ich, Randall Zwinge (Randis eigentlicher Name), werde heute sterben." Wäre ihm irgendetwas zugestoßen, wäre das dann sein größter Trick gewesen. Glücklicherweise funktionierte dieser Trick nicht.

Das liebevolle Porträt von Adam Higginbotham über die Skeptikerlegende James Randi lesen Sie hier.


Holger von Rybinski

 
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