|
|
|||||||||||||||
|
e-Skeptiker - Newsletter für Wissenschaft und kritisches Denken herausgegeben vom "Zentrum für Wissenschaft und kritisches Denken" der "Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V." (GWUP) Nr.1/2001 (12.02.2001)> Kurz berichtet
> Veranstaltungshinweise
> Kurz berichtet Umfallende Pinguine wahrscheinlich eine moderne Legende Werden Pinguine mit einem Flugzeug oder Helikopter überflogen, dann folgen die Tiere dem Fluggerät mit ihrem Blick und fallen schließlich hinterrücks um. So erzählten es zumindest einige britische Piloten, als sie nach dem Falklandkrieg heimkehrten. Eine britische Forschergruppe um Dr. Richard Stone wollte diese Anekdoten überprüfen. Sie beobachtete fünf Wochen lang das Verhalten von 1000 Königspinguinen vor, während und nach dem Überflug mit Helikoptern in etwa 300 Metern Höhe. Die Tiere verstummten und watschelten von der Lärmquelle weg, sofern sie sich nicht um ein Nest zu kümmern hatten - aber nicht ein einziger Königspinguin fiel um. Demnach scheint die Geschichte von den umfallenden Pinguinen eher eine moderne Sage als eine Tatsache zu sein. Auch die Frage nach möglichen Störungen des Brutverhaltens der Pinguine durch Militärflüge ist damit geklärt: Die Auswirkungen seien "gering und vorübergehender Natur", so die Wissenschaftler. Quelle: BBC-Meldung vom 2.2.2001, http://news.bbc.co.uk/hi/english/sci/tech/newsid_1149000/1149900.stm "Spiegelneuronen" verantwortlich für "Gedankenlesen" Warum können wir manchmal das Verhalten einer anderen Person vorhersagen? Warum zucken wir zusammen, wenn ein anderer eine Spritze bekommt? Wie lässt sich dieses "Mit-Gefühl" erklären und die Tatsache, dass wir gelegentlich den Eindruck haben, die Gedanken anderer lesen zu können? Vittorio Gallese und seine Kollegen von der Universität Parma erklären diese Phänomene mit den so genannten "Spiegelneuronen". Diese befinden sich in zwei Hirnregionen und werden bei der Ausübung bestimmter Handlungen aktiviert, aber auch, wenn nur eine andere Person bei diesen Bewegungen beobachtet wird. Vilayanur Ramachandran von der Universität von Kalifornien (San Diego) zufolge könnte dieses Prinzip der Hintergrund sein für die Lernfähigkeit des Menschen sowie für den Einfallsreichtum und die Entwicklung einer Kultur. Auch für die Entwicklung der Sprache liefern die Spiegelneuronen einen Erklärungsansatz: Eine der betreffenden Hirnregionen - das Broca-Zentrum - ist nämlich das motorische Sprachzentrum. Damit liegt die Vermutung nahe, dass sich aus der Beobachtung und der "Simulation" von beobachteten Ereignissen über eine Gestensprache die gesprochene Sprache entwickelt hat. Quelle: "New Scientist", 27.1.2001, http://www.newscientist.com/features/features_22751.html
> Webtipps
> Lesetipps
> Veranstaltungshinweise
Impressum: Herausgeber und Redaktionsanschrift: Zentrum für Wissenschaft und kritisches Denken, GWUP e.V., Arheilger Weg 11, 64380 Roßdorf. E-mail an die Redaktion: e-skeptiker@gwup.org Redaktion: Jochen Bergmann, Michaela Höpfner, Michael Janßen, Dr. Martin Mahner (V.i.S.d.P.), Patrick Schlimm, Rene Schweinberger. Alle Texte - soweit nicht anders gekenzeichnet - ©2001 GWUP. Abonnieren und abbestellen können Sie den "e-Skeptiker" unter www.gwup.org/service/index.html, vergangene Ausgaben einsehen unter www.gwup.org/e-skeptiker/archiv.html. Für Inhalte auf anderen Servern als www.gwup.org wird keine Haftung übernommen. Unter www.gwup.org erfahren Sie mehr über die Ziele der GWUP und wie Sie unsere ehrenamtliche Arbeit unterstützen und Mitglied werden können. |
||||||||||||||
|
[ Home | Aktuell | Skeptiker | Themen | Shop | Über uns | Mitglieder | Kontakt ]
|
|||||||||||||||