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herausgegeben vom "Zentrum für Wissenschaft und kritisches Denken" der "Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V." (GWUP) Nr. 8/2001 (17.12.2001)> Kurz berichtet > Webtipps
> Kurz berichtet Den Weihnachtsmann gibt's... nicht? Zweifel an der Existenz und der Arbeit des Weihnachtsmanns sind nicht
neu: Abgesehen davon, dass Rentiere nicht fliegen können, sind da
noch die immensen logistischen Probleme, die bei der Just-in-time-Lieferung
an Heiligabend auftreten: die Unzahl von Rentieren, die zur Beförderung
benötigt wird, der Zeitdruck, die Gefahr der Verwechslung von Geschenken
und so weiter. Wahrscheinlich halten Erwachsene an der Geschichte des Weihnachtsmanns
fest, um sich ein Relikt aus Kindertagen zu bewahren und ihren Kindern
die Vorfreude nicht zu verderben. Dies erzählte vor kurzem auch eine
australische Lehrerin ihren sechsjährigen Schützlingen - und
wurde prompt von der Schulbehörde verwarnt. Eltern der Schüler
hatten sich beschwert, dass die Enthüllung der Lehrerin der kindlichen
Weihnachstfreude einen Dämpfer versetzt habe. Die Schulbehörde
nimmt zum Thema selbst keine Stellung, sondern empfiehlt Lehrern, Kinder
mit der Frage nach Weih-nachstmann, Osterhasen oder Zahnfee zu ihren Eltern
zu schicken.
Quellen Zu weiteren Zweifeln am Weihnachtsmann:
Wissenschaftler gegen Aberglauben- und Satanismusvorwürfe Fantasy-Filme wie "Harry Potter" oder "Der Herr der Ringe" tragen nach
Auffassung der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften
(GWUP) nicht zur Verbreitung von abergläubischem Denken bei. "Der
entscheidende Punkt ist", erklärte GWUP- Geschäftsführer
Amardeo Sarma in Rossdorf, "dass diese Geschichten nicht oder nur sehr
bedingt für Wirklichkeit genommen werden. Sie beschwören fantasievoll
mythische und literarische Traditionen gegen den grauen Alltag, während
esoterische Praktiken wie Kartenlegen, Pendeln oder Channeling von einem
unmittelbaren Einfluss auf die reale Welt ausgehen". Die aktuelle Ausgabe
der GWUP-Zeitschrift "Skeptiker" schreibt zum Phänomen Harry Potter:
"Außerdem wird der Handlungsverlauf durch die Entscheidungsfreiheit
der Figuren bestimmt - im Gegensatz zum Weltbild des New Age, wo der Mensch
nur ein Spielball unkontrollierbarer Kräfte ist." Gerüchte, wonach
sich "Harry Potter"-Autorin Joanne K. Rowling als praktizierende Satanistin
geoutet habe, verwies Sarma "ins Reich der modernen Internet-Mythen". Nach
den Recherchen der GWUP hat ein angebliches diesbezügliches Interview
der Autorin mit der "London Times" nie stattgefunden. Ein Kettenbrief mit
ähnlichen Vorwürfen an Rowling, der derzeit via E-Mail auch in
Deutschland und in der Schweiz kursiert, gehe auf einen Jux der amerikanischen
Satirezeitschrift "The Onion" ("Die Zwiebel") zurück.
Die Pressemitteilung finden Sie hier.
> Kurz notiert
Aviles, J.M. et al.: Intercessory Prayer and Cardio-vascular Disease Progression in a Coronary Care Unit Population: A Randomized Controlled Trial. Mayo Clin Proc. 76: 1192-1198 (2001) Mueller, P.S. et al.: Religious Involvement, Spirituality, and Medicine: Implications for Clinical Practice. Mayo Clin Proc. 76: 1225-1235 (2001)
Aus dem Verlagstext: "Es war zu erwarten, dass vor der Jahrtausendwende der Aberglaube Konjunktur haben würde. Besorgniserregend ist allerdings die wissenschaftliche Einkleidung, deren sich gegenaufklärerische Theoreme heute zu bedienen wissen. (...) Bariliers preisgekrönter Essay ist eine brilliante Polemik gegen den "Verzicht auf das Denken", der religiösen und parareligiösen Fundamentalismus unserer Zeit kennzeichnet. (...)" Der Autor ist Philosoph und Romancier; daher trägt der Text eher feuilletonistische Züge. Für alle geeignet, die an ruhigen Feiertagen mal etwas mehr "Literarisches" - aber dennoch "Skeptisches" - lesen wollen bzw. noch eine kleines Präsent für entsprechend Interessierte suchen.
Impressum: Herausgeber und Redaktionsanschrift: Zentrum für Wissenschaft und kritisches Denken, GWUP e.V., Arheilger Weg 11, 64380 Roßdorf. E-mail an die Redaktion: e-skeptiker@gwup.org Redaktion: Jochen Bergmann, Michaela Höpfner, Michael Janßen, Thomas Kettenring, Dr. Martin Mahner (V.i.S.d.P.), Patrick Schlimm, Rene Schweinberger. © 2001 GWUP. Die Weiterverbreitung
dieses Newsletters zu nicht-kommerziellen Zwecken (bitte mit Quellenangabe
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