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e-Skeptiker - Newsletter für Wissenschaft
und kritisches Denken herausgegeben vom "Zentrum für Wissenschaft und kritisches Denken" der "Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V." (GWUP) Nr. 1/2003 (17.02.2002)Inhalt dieser Ausgabe:
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Marcello Truzzi gestorben Marcello Truzzi ist am 2. Februar 2003 im Alter von 67 Jahren verstorben. Er studierte Jura und Soziologie und promovierte an der Cornell Universität; zuletzt war er Professor für Soziologie an der Eastern Michigan University in Ypsilanti. Truzzis Interesse und Veröffentlichungen galten nicht nur dem Jonglieren (er entstammte einer Zirkusfamilie), sondern vor allem sog. paranormalen Phänomenen. 1976 war er Mitbegründer der amerikanischen Skeptiker-Vereinigung CSICOP; kurz darauf trat er jedoch aus dieser Vereinigung aus und formulierte in den darauf folgenden Jahren seinen eigenen Ansatz, Phänomene an den Grenzen der Wissenschaft zu behandeln. So gründete er das Center for Scientific Anomalies Research und die Zeitschrift "Zetetic Scholar", beschäftigte sich mit dem Verhalten des Wissenschaftsbetriebes gegenüber wissenschaftlichen Anomalien und trug mit Veröffentlichungen zur "Anomalistik" und "Pseudo-Skeptizismus" zur Debatte um den richtigen Umgang mit ungewöhnlichen Behauptungen bei. Quellen:
Telegramme ins Jenseits Makaber oder innovativ? Wer keine Zeit dazu gefunden hat, einem kürzlich Verstorbenen etwas mitzuteilen, kann dies nun auch nach dessen Tod nachholen - mit Postboten der besonderen Art: Personen, die nicht mehr lange zu leben haben, merken sich eine Mitteilung, die sie dann nach ihrem Tode an den Empfänger weitergeben, der vor ihnen gestorben ist. Vermittelt wird dies über die kürzlich gegründete Firma "AfterlifeTelegrams" im US- Bundesstaat Illinois. Potenzielle Kunden werden auf der Internetseite von einem putzigen Engel willkommen geheißen und erhalten umgehend Antworten auf die häufigsten Fragen: Nein, es gibt keine Garantie für die Auslieferung der Mitteilungen. Der Preis? 5 Dollar pro Wort - wobei eine Mindestlänge von 5 Wörtern pro Mitteilung gilt. Abgesehen von diesen Formalitäten werden auch die Schwierigkeiten für eine erfolgreiche Auslieferung der Mitteilung angesprochen: So könne Reinkarnation ein Problem darstellen, da der Adressat bereits wieder auf der Erde sein könnte. Wenn es Himmel, Hölle und Fegefeuer gibt, könnten sich Überbringer und Empfänger der Botschaft gewissermaßen in getrennten Abteilungen wiederfinden. Und schließlich könne man nicht ausschließen, dass es überhaupt kein Leben nach dem Tode gibt. Letzten Endes wissen die Kunden also nur, dass ein dem Tod geweihter Mensch ihre Mitteilung für den Verstorbenen auswendig gelernt hat - und dass diese "Dienstleistung" legal ist (wenn auch ethisch fragwürdig). Auch die tatsächlichen Beweggründe erläutert Kinsella auf Nachfrage gerne: Geld verdienen und damit angeben zu können, einen völlig neuen Wirtschaftszweig gegründet zu haben. Quellen:
Weitere Veranstaltungshinweise Impressum: Herausgeber und Redaktionsanschrift: Zentrum für Wissenschaft und kritisches Denken, GWUP e.V., Arheilger Weg 11, 64380 Roßdorf. E-mail an die Redaktion: e-skeptiker@gwup.org Redaktion: Jochen Bergmann, Michaela Höpfner, Michael Janßen, Thomas Kettenring, Dr. Martin Mahner (V.i.S.d.P.), Patrick Schlimm, Rene Schweinberger. © 2002 GWUP. Die Weiterverbreitung dieses Newsletters zu nicht-kommerziellen Zwecken (bitte mit Quellenangabe und/oder diesem Impressum) ist erwünscht. Infos zum (Ab-)Bestellen des e-Skeptiker: http://www.gwup.org/mailinglisten/index.html. Archiv: http://www.gwup.org/e-skeptiker/archiv.html. Für Inhalte auf anderen Servern als www.gwup.org wird keine Haftung übernommen. Unter http://www.gwup.org erfahren Sie mehr über die Ziele der GWUP sowie die von ihr herausgegebene Zeitschrift "Skeptiker". |
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