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e-Skeptiker - Newsletter für
Wissenschaft und kritisches Denken
herausgegeben
vom "Zentrum für Wissenschaft und kritisches Denken" der
"Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von
Parawissenschaften e.V." (GWUP)
Nr. 17/2005 (15.11.2005)
Leipziger Homöopathie-Studie zurückgezogen Angebliche Beweise für Homöopathie sind gar keine Nach Veröffentlichung der Studie wurde
jedoch Kritik laut.
Der Konstanzer Chemiker Dr. Klaus Keck erstellte eine ausführliche
Analyse der
Leipziger Experimente und veröffentliche diese zusammen mit dem
Mathematiker
Prof. Dr. Gerhard Bruhn (Darmstadt) und dem Geophysiker Prof. Dr.
Erhard
Wielandt (Stuttgart) auf seiner Webseite. Die Autoren
warfen den Leipziger Forschern vor, dass ihre Ergebnisse nicht auf
objektiven
Messungen, sondern auf "vorurteils- und methodisch bedingten
Messfehlern" beruhten. Dabei war vor allem von Interesse, ob mit den
von
den Leipziger Forschern angewandten Methoden ein Wirkungsnachweis mit
naturwissenschaftlich fundierter Begründung möglich ist. Eine
kompakte Version
dieser Analyse wird übrigens in Heft 3/2005 der
Zeitschrift
"Skeptiker" erscheinen, die ab dem 18.11.05 erhältlich ist. Wie jetzt die Deutsche Apothekerzeitung in
ihrer Ausgabe vom
3.11.05 berichtet, haben die Leipziger Pharmakologen die Studie
zurückgezogen
und den Reckeweg-Preis zurückgeben. In der Tat verschwand der
Hinweis auf die
Auszeichnung zwischen dem 8. und 9. November 2005 kommentarlos von der
Homepage
von Prof. Nieber. Eine Anfrage des Zentrums für Wissenschaft und
kritisches Denken
der GWUP bezüglich dieser Vorgänge an die Pressestelle der
Uni Leipzig vom
8.11.05 blieb bis dato unbeantwortet. Angesichts der großen
Aufmerksamkeit, die
der Untersuchung seinerzeit zuteil wurde, ist erstaunlich, wie gering
bislang
das Echo auf die Rücknahme der aufgestellten Behauptungen ist.
Weder die Beteiligten
selbst noch die verschiedenen homöopathischen Organisationen haben
bislang eine Stellungnahme dazu abgegeben. Nach der für die Homöopathie unerfreulichen
Metaanalyse in
der Zeitschrift Lancet vom August 2005
wurde die Homöopathie in dem Ende September 2005 erschienenen
Handbuch "Die
Andere Medizin" der Stiftung Warentest als "nicht geeignet"
bewertet.
Die Rücknahme der Leipziger Studien ist nun der dritte schwere
Schlag, den die
Homöopathen innerhalb weniger Monate hinnehmen müssen. Zudem
findet sich in der
oben genannten Ausgabe der Deutschen Apothekerzeitung eine Stellungnahme
der
Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft mit der Überschrift
"Homöopathie
wirkt, aber nicht die homöopathische Arznei",
was auf die rein psychische (sprich: Placebo-) Wirkung
homöopathischer Mittel anspielt.
Die DPhG fordert , dass "wissenschaftliche Aussagen zu
homöopathischen
Arzneimitteln äußerst kritisch zu überprüfen sind". Quellen:
Diese Meldung der GWUP wurde erstmals am 15.11.2005 auf den Seiten der GWUP veröffentlicht. Weitere aktuelle Meldungen immer direkt auf der Startseite der GWUP unter http://www.gwup.org. Impressum:
Herausgeber und Redaktionsanschrift: Zentrum für Wissenschaft und
kritisches Denken, GWUP e.V., Arheilger Weg 11, 64380 Roßdorf.
E-mail an die Redaktion bitte über unser Kontaktformular. Redaktion:
Dr. Martin Mahner (V.i.S.d.P.), Holger von Rybinski. Alle
Texte - soweit nicht andes gekennzeichnet - © 2005 GWUP. Die
Weiterverbreitung dieses Newsletters zu nicht-kommerziellen Zwecken
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