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e-Skeptiker - Newsletter für Wissenschaft und kritisches Denken
herausgegeben vom "Zentrum für Wissenschaft und kritisches Denken" der "Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V." (GWUP)

Nr. 12/2006 (29.09.2006)

GWUP-Tests 2006

Auch dieses Jahr hat die GWUP ihre 2004 begonnenen "Psi"-Tests bei Dr. Rainer Wolf am Biozentrum der Universität Würzburg weitergeführt. Insgesamt waren für den 25. und 26. August 2006 drei Kandidaten eingeladen.

Der erste Test bestand aus der Fortsetzung des bereits 2005 begonnenen "Ballzieh-Tests" mit Prof. Suitbert Ertel (Göttingen) und seinen Kandidatinnen. Aus einem Behälter mit 100 Tischtennisbällen wollten diese in jeweils 60 Einzelzügen überzufällig häufig die vorgegebene Zahl/Farb-Kombination ziehen. Die Bälle waren dazu mit den Zahlen 1-5 jeweils in roter bzw. grüner Farbe beschriftet, woraus sich Zielvorgaben wie etwa 2/grün oder 5/rot usw. ergaben. Nach jeder Etappe à 60 Zügen wurde der Behälter wieder mit 100 neuen Tischtennisbällen befüllt. Da zur genaueren Beschreibung dieses Tests statistische Exkurse vonnöten sind, wird darüber in einer der nächsten Ausgaben der Zeitschrift "Skeptiker" ausführlicher berichtet werden. Es soll hier also lediglich das Ergebnis mitgeteilt werden: Nach dem neunten Durchgang à 60 Zügen waren die Kandidatinnen unter die statistisch vorgegebene Abbruchgrenze gerutscht, so dass der Test nach einem letzten "Kulanzdurchgang" erfolglos beendet wurde.  

Für den zweiten Testtag waren ursprünglich zwei Kandidaten vorgesehen. Einer wollte mit der Hand eine mit einem homöopathischen Präparat gefüllte Ampulle orten (10g Phosphor D6). Dieser Test hätte nach dem 1:10-Modus durchgeführt werden sollen (s. dazu Skeptiker 2/05, S. 50f.). Dabei wird der zu findende Gegenstand nach dem Zufallsprinzip in einen von zehn Behältern verbracht, und der Proband gibt an, in welchem Behälter sich das Zielobjekt befindet. Dies wird insgesamt dreizehn Mal durchgeführt. Leider hat dieser Kandidat zwei Tage vorher aus Krankheitsgründen abgesagt. Da so kurzfristig kein Ersatzkandidat zur Verfügung stand, konnte an diesem Tag nur der Heilpraktiker Dr. Peter R. getestet werden, welcher mithilfe einer Lecher-Rute einen ca. 17 x 12 x 4 cm großen Marmorstein in einer von jeweils zehn Schachteln aufspüren wollte, also ebenfalls nach der 1:10- Variante. Während der unverblindete Vor- und Nachtest erfolgreich verliefen, erzielte Dr. R. im Doppelblindtest nur einen Treffer. (Die Zufallserwartung bei 13 Durchgängen beträgt 1,3 Treffer. Zum Bestehen des Tests wären 7 Treffer nötig gwesen.) Die GWUP will ihre Testreihe auch nächstes Jahr fortsetzen.  

Weitere aktuelle Meldungen immer direkt auf der Startseite der GWUP unter http://www.gwup.org.


Impressum: Herausgeber und Redaktionsanschrift: Zentrum für Wissenschaft und kritisches Denken, GWUP e.V., Arheilger Weg 11, 64380 Roßdorf. E-mail an die Redaktion bitte über unser KontaktformularRedaktion: Dr. Martin Mahner (V.i.S.d.P.). Alle Texte - soweit nicht andes gekennzeichnet - © 2006 GWUP. Die Weiterverbreitung dieses Newsletters zu nicht-kommerziellen Zwecken (bitte mit Quellenangabe und/oder diesem Impressum) ist erwünscht. Infos zum (Ab-)Bestellen des e-Skeptiker: http://www.gwup.org/mailman/listinfo/e-skeptiker-abo. Archiv: http://www.gwup.org/e-skeptiker/archiv.html. Für Inhalte auf anderen Servern als www.gwup.org wird keine Haftung übernommen. Unter http://www.gwup.org erfahren Sie mehr über die Ziele der GWUP sowie die von ihr herausgegebene Zeitschrift "Skeptiker".



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