Ufos und Aliens im Altertum? Drucken E-Mail

07.11.2004 (GWUP) - Am Mittwoch, 24. November, laden die Bamberger Skeptiker der "Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V." zum Vortrag "Dänikens fantastische Wissenschaft". Beginn ist um 19 Uhr im Marcus-Haus (Raum M3/232N) der Universität Bamberg.

 

Erich von Däniken plädiert seit rund 30 Jahren für eine fantastische Version der menschlichen Vergangenheit. Er gehört zu den derzeit prominentesten Verfechtern der These von der so genannten Prä-Astronautik. Demnach wurde die frühe Geschichte der Menschheit von außerirdischen Besuchern beeinflusst, die unseren Vorfahren ein hoch entwickeltes technisches und astronomisches Wissen vermachten. Deshalb seien diese frühen Raumfahrer im Altertum als Götter verehrt worden. Dänikens pseudowissenschaftliche Thesen erinnern somit eher an eine unterhaltsame Mixtur aus Science-Fiction á la "Perry Rhodan" und Abenteuer-Romantik wie bei "Indiana Jones" als an seriöse Wissenschaft: Ein Gebräu aus Halbwissen, wilden Interpretationsorgien und geschicktem Marketing, auf großer Fantasieflamme geköchelt.

Oder hat der Schweizer Autor doch Recht? Gab es wirklich bereits Elektrizität im alten Ägypten? Was sagen ernsthafte Forscher zu Dänikens fantastischer Wissenschaft? Wie korrekt ist das traumhafte Bild vom Altertum mit "Aliens", das Däniken und Co. in ihren Publikationen zeichnen und clever vermarkten? Referent Markus Pössel hat einige von Dänikens Thesen kritisch durchleuchtet. Er verfolgte die spektakulären Behauptungen bis zu ihren Quellen – und kam zu einem selbst für eingefleischte Däniken-Fans ernüchternden Ergebnis.

Pössel ist promovierter Physiker, GWUP-Mitglied und Autor des Däniken-kritischen Buches "Phantastische Wissenschaft". Nebenbei befasst er sich skeptisch mit unorthodoxen Behauptungen aus der Archäologie und der Physik. Sein Vortrag ist öffentlich, der Eintritt frei.

Stefan Kirsch



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