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| Elektrosensibilität: Probanden lernen nichts aus negativen Ergebnissen von Doppelblindtests. |
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So wurden vor zwei Jahren am Londoner King's College 69 Personen untersucht, die behaupteten, kurz nach Nutzung eines Mobiltelefons Kopfschmerzen zu bekommen. Ein halbes Jahr später wurden 58 Menschen aus der Gruppe erneut getestet. In beiden doppelblind durchgeführten Tests konnte jedoch kein Zusammenhang zwischen den von den Handys emittierten Strahlen und den Beschwerden der Probanden festgestellt werden. Im Doppelblindtest konnten die Probanden also nicht unterscheiden, ob ein Handy ein- oder ausgeschaltet war. Dieses Ergebnis führte jedoch nur bei wenigen Betroffen zur Einsicht. Zwar erwog ein Teil der Probanden die Möglichkeit, dass ihre Beschwerden psychische Gründe haben könnten. 61 Prozent jedoch schienen Abwehrmechanismen zu entwickeln: Sie zweifelten im Allgemeinen an der Wissenschaft, sie glaubten an einen durch die Mobilfunkindustrie inszenierten Betrug oder sie stellten die für die Versuche verwendete Technik infrage. Ähnliches kennt man von den GWUP-Tests, bei denen die große Mehrzahl der Probanden trotz der negativen Ergebnisse an ihren Überzeugungen festhält. Die „Forschungsgemeinschaft Funk (FGF) e.V.“, die in ihrem neuesten Newsletter von solchen Untersuchungen mit vermeintlich Elektrosensiblen berichtet, stellt auf ihrer Website eine Literaturliste zum Thema bereit. Dass die Betroffenen diesen Untersuchungen Glauben schenken werden, ist nach den Analysen des King's College wohl eher zweifelhaft. Holger von Rybinski
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