Keine öffentlichen Gelder für Geistheiler in den USA Drucken E-Mail

18.11.2009 (GWUP) - Das amerikanische Repräsentantenhaus hat einen Gesetzentwurf für neue Richtlinien zur Leistungserstattung der öffentlichen Krankenkassen veröffentlicht, wie die Chicago Tribune berichtet. Danach würden Geistheilen und Gesundbeten nicht mehr erstattet.

In den USA gibt es religiöse Gruppierungen, wie die „Christlichen Wissenschaftler“, die glauben, Krankheiten würden unter anderem durch Sünde ausgelöst, und der Glaube an Gott könne Krankheiten heilen. Dies könne auch durch Gebete von Freiwilligen, selbst aus der Ferne, geschehen. Solche an und für sich jedem frei stehenden religiösen Handlungen wurden bislang von Medicare, der öffentlichen Krankenversicherung für ältere Menschen, als Dienstleistungen im Gesundheitssektor erstattet.

Diese Praxis hatte zu heftiger Kritik von verschiedenen Seiten, beispielsweise von der „Atheist Alliance International" (AAI), geführt. Diese Atheistenorganisation betrachtete die Bezahlung der frommen Wünsche als rausgeschmissenes Geld und sah hier einen Widerspruch zur amerikanischen Verfassung, in der die Trennung von Staat und Religion festgeschrieben ist. Der Gesetzentwurf wurde inzwischen vom Repräsentantenhaus gebilligt, nun wird darüber im Senat entschieden.

Holger von Rybinski

 

 



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