Skeptiker Pro und Contra Drucken E-Mail
Diese Rubrik soll zeigen, wie innerhalb skeptischer Organisationen über den angemessenen Umgang mit Parawissenschaften diskutiert wird und welcher Art die Kritik ist, die Skeptiker-Organisationen wie GWUP oder CSICOP von dritter Seite entgegengebracht wird. Sie finden hier daher neben ausgewählten Beiträgen zum Selbstverständnis der Skeptiker-Organisationen auch Kritik an diesen Organisationen. Derartige Diskussionen können viel zum Selbstverständnis und zur Verbesserung der Arbeit skeptischer Organisationen beitragen. Unser Ziel ist es, berechtigte Kritik konstruktiv umzusetzen.

Es gibt in der GWUP - einem Verein mit immerhin über 780 Mitgliedern - ein breites Spektrum an Meinungen und Vorstellungen über den richtigen Umgang mit den so genannten Parawissenschaften. Während einige ihre Positionen offensiv vertreten, plädieren andere für eine zurückhaltende Vorgehensweise. Entsprechend gibt es innerhalb der GWUP und anderen Skeptiker-Organisationen Diskussionen um optimale Zielsetzungen und Verfahrensweisen. Beispiele dafür finden Sie unter "Die Diskussion um den angemessenen Umgang mit Parawissenschaften".

Wer sich für Wissenschaft und kritisches Denken einsetzt, kommt oft mit höchst umstrittenen Themen in Berührung. So überrascht es uns nicht, wenn die von uns Kritisierten mit Gegenkritik oder gar Beschimpfungen antworten. Auch Organisationen, deren Ziele und Methoden sich teilweise mit denen der GWUP überschneiden, gehen interessanterweise nicht zimperlich mit uns um. Die sich daraus entwickelnden Diskussionen erinnern oft an leidiges Parteiengezänk, woran wir uns sehr ungern beteiligen. Da aber die Gefahr der Irreführung besteht und wir gelegentlich nach einer Stellungnahme zur 'Skeptiker-Kritik' gefragt werden, nehmen wir auch zu solchen Angriffen Stellung. Unter "Kritik von dritter Seite" stellen wir Ihnen diese Kritik und einige Erwiderungen von Seiten der GWUP vor.

Diese Seiten werden von Zeit zu Zeit aktualisiert. Es ist dennoch kein Anspruch dieser Seiten, alle Kritikpunkte zu berücksichtigen. Dies bedeutet weder, dass wir diese Kritik ignorieren, noch dass wir diese als zutreffend anerkennen.


Stellungnahme des Wissenschaftsrats zu den Angriffen auf die GWUP

Die GWUP setzt auf die Wissenschaft als den besten Weg, unvoreingenommen zu verlässlicher Erkenntnis zu gelangen und vor Selbsttäuschungen zu bewahren. Seit ihrer Gründung 1987 hat sich die GWUP der kritischen Auseinandersetzung mit parawissenschaftlichen und esoterischen Behauptungen gewidmet. Sie sieht ihre Verantwortung darin, diesen Themenkreis mit dem bewährten Instrumentarium des kritischen Denkens und der wissenschaftlichen Methodik zu untersuchen, die gewonnenen Erkenntnisse öffentlich zur Verfügung zu stellen, falsche Behauptungen zu benennen und kritisches Denken zu fördern. Die GWUP bezieht Stellung gegen jede Art von Dogmatismus und die Einflussnahme esoterischen Denkens auf die Gesellschaft.

Die Stimme der GWUP wird gehört. Sie hat Anerkennung gefunden, aber auch Gegnerschaft ausgelöst. Sachliche Kritik und themenbezogene Auseinandersetzung hat die GWUP stets begrüßt, demagogische Diffamierung und persönliche Angriffe aber weist sie zurück.

Der Wissenschaftsrat der GWUP im Mai 2007

 

 

Die Diskussion um den angemessenen Umgang mit Parawissenschaften

Jürgen Windeler (ehemaliger Redaktionsleiter des "Skeptiker" und Mitglied des Wissenschaftsrates der GWUP) zur Frage "Warum ist es wichtig, sich mit Parawissenschaften zu beschäftigen? In: Skeptiker Heft 4/1997, S. 120-124.
Amardeo Sarma (Geschäftsführer der GWUP) zur grundsätzlichen Frage Wie sollten wir mit Parawissenschaften umgehen? In: Skeptiker 4/1997, S. 131-136
Wayne Spencer (Mitbegründer der britischen Skeptikerorganisation ASKE zum "Skeptizismus im 21. Jahrhundert - Aus alten Fehlern lernen, neue Aufgaben angehen". (PDF-File ca. 471 KByte). In: Skeptiker Heft 1/2000, S. 10-17.
Mario Bunge: Skeptisches zum Skeptizismus (Pdf-File ca. 325 KByte). In: Skeptiker 1/2000, S. 35 - 39.
Stephan Matthiesen zum sog. Randi-Preis: Der James Randi Preis - kritische Anmerkungen. In: Skeptiker 1/2000, S. 20-21
Das "Skeptische Manifest" von Michael Shermer, Herausgeber von SKEPTIC und Direktor der Skeptics Society.
Michael D. Sofka von den "Inquiring Skeptics of Upper New York" (ISUNY) zu "Mythen des Skeptizismus". (PDF-File ca. 322 KByte) In: Skeptiker Heft 1/2000, S. 18-28.
Paul Kurtz, Mitbegründer von CSICOP, zu einem Vierteljahrhundert Skeptizismus: A Quarter Century of Skeptical Inquiry - My Personal Involvement. In: Skeptical Inquirer July/August 2001
Christoph Bördlein gibt in seinem Buch "Das sockenfressende Monster in der Waschmaschine" eine Einführung ins skeptische Denken. Er diskutiert auf unterhaltsame Art und Weise Möglichkeiten sich zu täuschen und Strategien, nicht in solche Fallen zu tappen.

Kritik von dritter Seite

Der Unternehmer Claus Fritzsche baut seine Webseiten zu einer Anti-Skeptiker-Seite aus. Die GWUP bezieht Stellung Stellung zu den Hauptkritikern der GWUP. Den Text als PDF
Skeptizismus.de: Von einem Autorenkollektiv formulierte Kritik, die Inhalte und Wissenschaftlichkeit von GWUP , CSICOP und ECSO in Frage stellt. Die Webseite enthält zahlreiche Einzelbeiträge. Amardeo Sarma nimmt zu den Angriffen Stellung: Die notwendige Sachlichkeit der Webseite ist zu vermissen; außerdem ist die Zielsetzung nicht klar. Die sachlich interessanten Aspekte gehen laut Sarma in der Polemik leider unter.
Kritik an der GWUP-Auswertung von Prognosen zum Jahr 2002: Edgar Wunder wirft der GWUP in einer Kritik vom 25.12.2002 handwerkliche Fehler vor und bezeichnet die Auswertung als "Diffamierungskampagne". Antwort von Seiten der GWUP: Michael Kunkel (verantwortlich für die Prognosenauswertung) und der GWUP-Vorstand zeigen grobe Fehler in der Argumentation von Edgar Wunder auf und belegen erneut die Richtigkeit der Prognoseauswertung, wie sie in der ursprünglichen GWUP-Pressemitteilung enthalten ist.
Kritik an Skeptikern im "Journal for Scientific Exploration" (JSE, auf Englisch): In „The Pathology of Organised Skepticism“ (JSE Bd. 16, No.1) wirft L. David Leiter den Skeptikern und insbesondere CSICOP eine glaubensbasierte Philosophie vor. Sie hätten eine Phobie, Literatur zu lesen, die den eigenen Vorstellungen widerspricht. Im Editorial (Henry H. Bauer) werden Skeptiker in die Nähe von Nationalsozialisten oder Extremisten gebracht. Antwort von Amardeo Sarma (PDF-File, auf Englisch): In einem in "Phactum" (Newsletter der "Philadelphia Association for Critical Thinking") erschienenen Artikel geht Amardeo Sarma auf die Vorwürfe ein. Er widerlegt einzelne Aussagen und zeigt, dass es in den Artikeln in erster Linie um eine Stigmatisierung der Skeptiker und nicht um eine sachliche Diskussionen geht.
In der Ausgabe 1/2003 der Zeitschrift HEUREKA wird die Skeptikerbewegung überblicksartig dargestellt (siehe: Von allen guten Geistern verlassen. Von Martina Gröschl), dabei wird Streit mit Edgar Wunder falsch dargestellt. Lesen Sie hierzu den kritischen Leserbrief von Rouven Schäfer (als PDF-File) in bezug auf einige Aspekte zum Selbstverständnis und Edgar Wunder in dem Artikel.