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14.03.2012
| Feuerlaufen |
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Beim Feuerlaufen legen die Teilnehmer barfuß Strecken von mehreren Metern über glühende Kohlen zurück, ohne sich zu verbrennen. In traditionellen Kulturen geschieht dies meist im Rahmen von Ritualen. Das Feuer soll dabei eine Verbindung mit dem Göttlichen schaffen. Ferner sind Feuerläufe Bestandteil von Unverletzlichkeitsriten vieler Kulturen. Die moderne westliche Gesellschaft kennt den Feuerlauf als Teil von Motivations- und Selbsterfahrungs-Seminaren. Viele Seminarleiter behaupten, es gebe keine wissenschaftliche Erklärung für das Phänomen Feuerlauf. Es bedarf aber weder psychophysischer Ausnahmezustände noch einer Verknüpfung mit religiösen Vorstellungen, um einen Gang über glühende Kohlen unverletzt zu absolvieren. Temperaturmessungen ergaben für glühende Kohlen lediglich Werte zwischen 240 °C und etwa 440 °C. Temperaturen von 1000°C, von denen in einigen Feuerlaufseminaren die Rede ist, werden bei weitem nicht erreicht. Auch die Fußsohlen werden nur moderat erhitzt, wenn man gewisse Bedingungen (s.u.) beachtet. In Experimenten konnten gezeigt werden, dass sich die Fußsohlen bei Feuerlauf höchstens auf 200°C erhitzen. Die Durchschnittstemperatur in der Hornhaut lag zwischen 47 °C und 100 °C. Aus folgenden Gründen ist die Wahrscheinlichkeit, sich beim Feuerlauf zu verletzen, sehr gering.
Weiterhin spielt die Angst vor dem Feuer eine Rolle. Wer erwartet, dass der Gang übers Glutbett gefährlich ist, wird minimale Verbrennungen als schmerzhafter empfinden als jemand, der keine Angst hat. Inge Hüsgen, Wolfgang Hahn, Dr. Christoph Bördlein
Literatur Dennis Gilbert: Feuerlauf zwischen Mythos und Physik. In: Skeptiker 3&4-07, S. 92-102. Link: Die Bamberger Skeptiker und ihre Feuerläufe Stand: 15.03.2009 |

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