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| Bamberger Skeptiker » Events |
EventsReligion vs Wissenschaft:
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| Kurze Zusammenfassung des Vortrags Das Konfliktpotenzial zwischen Religion und Wissenschaft scheint heute nur noch von historischem Interesse zu sein. Ist der alte Streit längst ausgestanden? Zeigt sich nicht, dass Religion und Wissenschaft allenfalls bei oberflächlicher Betrachtung miteinander in Konflikt stehen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich Martin Mahner in seinem Vortrag "Religion vs Wissenschaft". Die "Bamberger Skeptiker" hatten den promovierten Biologen und Leiter des "Skeptischen Zentrums" zu diesem Thema in die Otto-Friedrich-Universität eingeladen. Die These Mahners war, dass es sich umgekehrt verhalte: Religion und Wissenschaft mögen vielleicht oberflächlich vereinbar sein. Auf einer tieferen (sprich: philosophischen) Ebene zeigten sich jedoch Unvereinbarkeiten. Deshalb stehen auch heute noch wissenschaftliches und religiöses Denken im Widerspruch. Die Frage nach der Vereinbarkeit bzw. Unvereinbarkeit von Religion und Wissenschaft hängt natürlich davon ab, was man jeweils unter Wissenschaft und Religion versteht. Martin Mahner stellte mehrere Religionsdefinitionen dar und analysierte. Die meisten dieser Charakterisierungen wurden jedoch dem Selbstverständnis der herkömmlichen und vorherrschenden Religionen nicht gerecht. Nur eine Definition, die dem Erkenntnis- und Wahrheitsanspruch der Religionen gerecht wird, kann zum Vergleich mit einem anderen Unternehmen herangezogen werden, das denselben Anspruch hat: den Realwissenschaften. In einem zweiten Schritt untersuchte und verglich Mahner sowohl die Realwissenschaften wie die Religionen anhand eines Kriterienkatalogs:
Mit anderen Worten: Welches sind die ontologischen, methodologischen, axiologischen und moralischen Annahmen, die sie machen? Und nicht zuletzt: Welche Einstellung bzw. Geisteshaltung wird bei ihren Vertretern als vorbildlich angesehen? Führt man einen solchen Vergleich durch, zeigt sich, dass es zumindest im Falle der liberalisierten Religionen in der Tat weniger Konflikte im Bereich des Wissensbestands gibt als im Bereich der philosophischen Grundannahmen. Die schwerwiegendsten Unvereinbarkeiten treten im Bereich der ontologischen (z.B. Naturalismus vs. Supranaturalismus) und methodologischen (z.B. Prüfbarkeit, Erklärungskraft) Prinzipien auf, so dass man sagen kann, die Ontologie und die Methodologie der Religion ist unvereinbar mit der Ontologie und Methodologie der Wissenschaft. Da Ontologie und Methodologie aber als philosophisch übergeordnete Bereiche allgemein gültig sein müssen, kann man sie nicht je nach Bedarf aufspalten, sondern man muss sich für eine Ontologie und für eine Methodologie entscheiden. (mm) |
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