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PresseHörfunkBeitrag zum ersten "Skeptischen Freitag" der Bamberger Skeptiker (II) Am 16. Dezember 2002 sendete "Radio Bamberg" den hier protokollierten Beitrag als Bericht vom ersten "Skeptischen Freitag" der Bamberger Skeptiker. |
| Sprecherin: "Ein zerbrochener Spiegel - und das am 'Freitag
dem Dreizehnten'? Das verheißt nichts Gutes. In der 'Galerie am Stephansberg'
wollte das Klirren der Scherben beim 'Skeptischen Freitag' gar kein Enden
nehmen. Jeder Besucher musste unter einer Leiter hindurch gehen, einen Salzstreuer
umstoßen, einen leeren Schaukelstuhl wippen - schlichtweg alle Unheilsbringer
persönlich praktizieren: Und das am 'Freitag dem Dreizehnten'. Christoph
Bördlein von der GWUP Bamberg." C. Bördlein: "Wenn
was passiert und Sie überlegen 'Woran könnte es denn gelegen
haben?' wenn zufällig 'Freitag der Dreizehnte' war, dann war's das.
Das ist genauso, wie wenn sie nicht schlafen können und kucken zum
Fenster raus und dann ist da der Vollmond am Himmel. Dann wissen Sie:
Ah, das liegt am Vollmond. Wenn Sie aber nicht schlafen können und
da ist kein Vollmond, dann war's der Kaffee, den sie zu spät getrunken
haben. Wenn man mal überzeugt ist davon, dass da was dran ist, dann
wird man darauf achten, ob da auch wirklich etwas passieren wird. An anderen
Tagen findet man dagegen eine andere Erklärung." C. Bördlein: "Das ist eine geologische Formation, wo ein paar Gesteinsbrochen herumstehen, und es wird behauptet, das sei ein druidischer Kultort gewesen von den Kelten. Ein Kollege von mir, der Geologe ist, der konnte eigentlich sehr eindeutig zeigen, dass die Steine genau da stehen, wo sie die Natur hingestellt hat. Und dass dort Druiden eine Rolle spielen, das war (das kann man auch schön zeigen) eine Art Public-Relations-Gag des Dorfpfarrers von dem Ort, der nebendran liegt, der eben behauptet hat, es wären die Druiden gewesen, die das aufgestellt hätten." Sprecherin: "Wer sich in Zukunft vom Aberglauben nicht weiter ins Bockshorn jagen lassen will, der sollte jetzt genau zuhören." C. Bördlein: "Dass die Leute nicht einfach glauben, was ihnen gesagt wird, sondern dass sie anfangen, selbst ihren Kopf zu benutzen und nachzudenken: Moment mal, was ist da eigentlich dran? Was spricht jetzt dafür? Ist das wirklich ein Beleg, den ich glauben kann - oder ist der Beleg vielleicht nicht so wasserdicht, wie er nur urspünglich schien? Das heißt skeptisches, kritisches, wissenschaftliches Denken zu popularisieren." Sprecherin: "Also, ist gar nichts dran am 'Freitag dem Dreizehnten'? Keine Panik mehr bei schwarzen Katzen oder zerbrochenen Spiegeln? Sind Sie ganz sicher?" (Quelle: "Radio Bamberg", 16.12.2002) |
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