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| Bamberger Skeptiker » Presse » Print |
PresseRaumschiff war eine Radkappe. von Rudolf Görtler Sie sind ein bisschen aus der Mode gekommen. Vielleicht liegt's daran, dass zurzeit kein Spielberg-Film die Kinokassen füllt. Die nächste Presseente könnte die Konjunktur wieder ankurbeln: die der Ufo-Sichtungen und der Gemeinde seltsamer Menschen, die sich mit den angeblichen Besuchen Außerirdischer beschäftigen. Werner Walter räumte für die "Bamberger Skeptiker", der lokalen Sektion der "Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften" (GWUP), in einem Vortrag im Marcushaus der Universität gründlich mit den Märchen und Mythen der Ufo-Szene auf. Walter betreibt ein privates Forschungsnetz "CENAP", das zunächst unerklärliche Himmelsphänomene untersucht. Denn dass es solche gibt, bestreitet Walter nicht. In seinem Vortrag zeigte er Dias und Videos mit unbekannten Flugobjekten, die nach eingehender Untersuchung schnell bekannt werden: schlicht die Venus war's, Meteoriten, so genannte "Sky-Beamer", Flugzeug-Positionslichter, die Motorstufe einer sowjetischen Rakete. Von den Fälschungen von Witzbolden oder schlichten Betrügern ganz zu schweigen. Unendlich sind die Weiten des Weltalls, unendlich die Ideen - da wird die geworfene VW-Radkappe schon mal zum Raumschiff ... Das Eldorado für Verschwörungstheoretiker liegt im US-Bundesstaat New Mexico, wo anno 1947 ein fremdes Raumschiff abgestürzt sein soll. Dessen Besatzung werde in einer "Area 51" gefangen gehalten. Der krude Stoff wurde auch im Streifen "Independence Day" verwurstet. Das Raumschiff war ein Wetterballon, ergaben die sorgfältigen Recherchen von Walter, der Mythos erfunden in den 80er Jahren, als die schon damals etwas schwächelnde Szene neuen Zündstoff brauchte. Keine Hoffnung also für die Aliens und ihre Gemeinde? Circa fünf Prozent der Erscheinungen, sagte der Referent, können (noch) nicht geklärt werden. Es gibt zu wenig Informationen und keine externen Zeugen. Dennoch steht die Invasion - oder wahlweise Erlösung - nicht bevor. Walter: "Es wird etwas gesehen, aber es ist harmloser, als wir denken. Das eigentliche Phänomen findet in unserem Kopf statt." (Quelle: "Fränkischer Tag", 22.12.2005) |
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