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Themenabend: "Müssen Skeptiker gegen Gott sein?"

"Müssen Skeptiker gegen Gott sein?" lautete die Frage anlässlich des
ersten Themenabends der Rhein-Ruhr-Skeptiker. Er fand am 1.8.2006 im
Essener Unperfekthaus statt. Die genannte Frage bewegte offensichtlich
viele, und so erschienen neben fast allen aktiven Rhein-Ruhr-Skeptikern
zahlreiche weitere Gäste zur zweistündigen Diskussion. Als Moderator
Reinhard Wiesemann eine kurze Einführung gab, saßen 25 Personen im
Publikum.
Wie nicht anders erwartet, ergab sich schnell eine engagierte
Diskussion. Zu den Teilnehmern gehörten zwei evangelische Pfarrer, die
sich als durchaus rational bezeichneten und darin keinen Widerspruch zu
ihrem Glauben an Gott sahen. Einige Vertreter der Skeptiker (etwa Prof.
Dittmar Graf) argumentierten dagegen, ein religiöser Skeptiker sei
letztendlich ein partieller Skeptiker. Schließlich ließe sich die
Existenz Gottes genau so wenig beweisen wie die des Osterhasen - und wer
glaube schon an letzteren. Moderator Reinhard Wiesemann versuchte es als
Skeptiker mit einem vermittelnden Ansatz: „Gott erschließt sich einer
Überprüfung mit Experimenten nicht und steht daher auf einer anderen
Ebene.“ Wiesemann akzeptiert deshalb eine Kombination von Religion und
Skepsis.
Einige Probleme bereitete in der Diskussion die Frage, wer oder was Gott
überhaupt ist. So lautete einer der letzten Beiträge, dass man sich erst
einmal auf ein bestimmtes Gottesbild als Voraussetzungen festlegen müsse
(etwa das christliche Gottesbild), um die Diskussion zu vertiefen.
Vielleicht ist das ein interessantes Thema für einen zukünftigen
Themenabend.
Das Interesse am ersten Themenabend war so groß, dass wir weitere fest
eingeplant haben. Es wird also mit Sicherheit noch einige interessante
Diskussionen im Unperfekthaus geben.

Klaus Schmeh


 
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