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Skeptiker 1/1998

Editorial

Skeptiker-Leserumfrage 1997: Die Ergebnisse

Edgar Wunder

Für jede Redaktion ist es bei der weiteren Entwicklung einer Zeitschrift wichtig zu wissen, wie sich die gegenwärtige Leserschaft zusammensetzt. Zu diesem Zweck führten wir mit Heft 2/97 eine Leserbefragung durch, an der sich mit gut 15 % erfreulich viele Bezieher des Skeptiker beteiligten.

Als kleine Belohnung für die Einsender wurden auf der zurückliegenden GWUP-Konferenz mehrere Exemplare von Bernd Harders Buch "Die übersinnlichen Phänomene im Test" unter den Rücksendern der Fragebögen verlost.

Wie sind nun die Ergebnisse der Umfrage? Skeptiker-Abonnenten sind hochgebildet: 90 % haben Abitur, im Bevölkerungsdurchschnitt sind dies nur 20 %. Fast ein Drittel der Leser hat einen Doktortitel. Und im Durchschnitt interessieren sich unsere Leser bereits seit 18 Jahren für die Themen, die im Skeptiker behandelt werden. Sozusagen ein "Fachpublikum", das überwiegend auch "besserverdienend" ist, denn die Mehrheit der Leser hat ein monatliches Haushalts-Nettoeinkommen von über 5000 DM. Da der Skeptiker aber als Zielgruppe wissenschaftlich interessierte Personen aus allen Bevölkerungsgruppen ansprechen sollte, ist zumindest positiv zu vermerken, daß bei den erst in letzter Zeit gewonnenen neuen Lesern das Bildungsgefälle bereits nicht mehr so extrem ist - und die Zahl der Abonnenten steigt seit vergangenem Jahr rasch. Unsere zukünftigen Anstrengungen werden u. a. hier ansetzen.

Skeptiker-Bezieher sind sehr belesen, sowohl was Tageszeitungen, Medien des gehobenen Informationsbedarfs oder allgemeine wissenschaftliche Publikationen betrifft. So lesen beispielsweise allein 37 % der Skeptiker-Bezieher auch die Zeitschrift Spektrum der Wissenschaft, 75 % lesen regelmäßig disziplinspezifische wissenschaftliche Fachzeitschriften. Esoterische und parawissenschaftliche Zeitschriften lesen hingegen interessanterweise nur 8,5 % der Skeptiker-Bezieher!

Geographisch läßt sich feststellen, daß der Skeptiker vor allem in Bayern und Hessen überdurchschnittlich häufig abonniert wird. In den ostdeutschen Bundesländern sowie in Österreich und der Schweiz bestehen hingegen noch gewisse Defizite. Die meisten Leser sind durch "Mundpropaganda" von Bekannten, Verwandten und Kollegen - vielen Dank dafür! - auf unsere Zeitschrift gestoßen. Empfehlen Sie uns in diesem Sinne - Leser werben Leser - auch in Zukunft weiter!

Über 60,2 % der Leser sind der Meinung, daß sich unsere Zeitschrift in letzter Zeit verbessert hat, 38,7 % sahen in letzter Zeit keine wesentliche Veränderung, und nur 1,1 % glaubten eine Verschlechterung zu erkennen. Die Leserbindung muß als extrem hoch bezeichnet werden, denn über 90 % der Bezieher lesen regelmäßig alle Ausgaben und immer fast alle Seiten des Skeptiker. Unsere Werbekunden können also zufrieden sein, denn für sie sind dies beinahe ideale Bedingungen. Sollten auch Sie einmal eine Anzeige schalten wollen, schicken wir Ihnen gerne unsere aktuelle Anzeigenpreisliste zu.

Befragt, wie der Skeptiker generell bewertet wird, vergeben die Leser eine Durchschnitts-Schulnote von 1,9. Unter den Rubriken erhält unsere Nachrichten-Rubrik "Panorama" die besten Noten. Sehr gut bewertet wird auch unsere neu eingeführte Interview-Rubrik "Im Profil", die nun in jedem zweiten Heft erscheint, immer abwechselnd mit "Forum".

Noch unzufrieden sind hingegen viele Leser mit unserer Leserbrief-Rubrik. Die Redaktion ist es auch, denn wir bekommen derzeit noch zu wenige Leserbriefe, um ein regelmäßiges Erscheinen der Rubrik sicherzustellen, wie es sich die Leser wünschen. Trauen Sie sich also ruhig, und schreiben Sie uns Ihre Meinung zu einzelnen Artikeln oder zum Skeptiker insgesamt, vielleicht interessieren sich auch andere Leser dafür. Aber nicht vergessen: In der Kürze liegt die Würze!

"Wissenschaftlich fundiert", "sachlich" und "fair" empfinden fast alle Leser den Skeptiker, fast niemand hält ihn für "intolerant", "polemisch" oder "oberflächlich". Doch wünschen sich viele Leser mehr Aktualität, mehr kontroverse Diskussionen, mehr Beachtung sozialwissenschaftlicher, psychologischer und historischer Aspekte, teilweise auch eine bessere Allgemeinverständlichkeit. Wir werden uns bemühen, dem in Zukunft besser Rechnung zu tragen. Die Redaktion hat nun jedenfalls aufgrund der Umfrage genügend Anhaltspunkte und Diskussionsstoff, um den Skeptiker noch weiter zu verbessern. Die in diesem Editorial aufgeführten Ergebnisse stellen natürlich nur einen winzigen Ausschnitt aus der Fülle der Resultate dar. An dieser Stelle jedenfalls ein herzliches Dankeschön an alle Leser, die sich an unserer Umfrage beteiligt haben! Verschonen Sie uns auch in Zukunft nicht mit kritischen Anmerkungen!


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