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Skeptiker 1/2001
Inhaltsverzeichnis
Skeptiker 1/2001 Das Golfkriegssyndrom als gesellschaftlich- psychologisch bedingtes Massenphänomen; die Vielfalt der Wahrnehmungstypen unter den Akte-X-Zuschauern; moderne Mythen in einer computerisierten Welt - wie ein roter Faden zieht sich das Wechselspiel zwischen Medien und Überzeugungen durch die neueste Ausgabe 1/2001 der Zeitschrift "Skeptiker".Seit nunmehr zehn Jahren versuchen die Toxikologen das so genannte Golfkriegssyndrom naturwissenschaftlich zu fassen - ohne eindeutiges Ergebnis. Der Gießener Pharmakologe Prof. Dr. Ernst Habermann und sein Kollege Dr. Hans-Joachim Krämer kommen in ihrer Rekonstruktion dieser Misserfolgsstory zu dem Schluss, dass der Begriff "Syndrom" in die Irre führt: Es handelt sich wohl eher um eine psychosozial bedingte Massenerscheinung, ähnlich z.B. dem "Sick building syndrome" und anderen epidemieartigen Scheinvergiftungen - gefördert durch die geistige Uniformität der Soldaten, den US-Veteranen-Lobbyismus und die Massenmedien. Um den Betroffenen effektiv zu helfen, sollte die Toxikologie nach ihrer Ansicht viel enger mit Psychologen und Soziologen zusammenarbeiten. Sind die Zuschauer der Erfolgsserie Akte X von allen guten Geistern verlassen? Sind sie Opfer eines vernunftfeindlichen Kults? Solchen Pauschalurteilen nehmen die Medienpsychologinnen Dr. Monika Suckfüll und Doreen Markert den Wind aus den Segeln: Ihre sorgfältige Analyse zeigt, dass sich die Zuschauerschaft aus ganz verschiedenen Seh-Typen zusammensetzt, von denen nur ein relativ kleiner Teil das "Mystery"- Stereotyp schätzt. Viele andere Fans und Zuschauer setzen sich hingegen kreativ und auch kritisch mit den Inhalten und der Machart der Serie auseinander. Früher machten Horrorstorys über die Spinne in der Yucca-Palme die Runde, die "ein guter Bekannter eines Freundes" garantiert "selbst erlebt" hat. Bernd Harder zeigt im Magazin der neuen Skeptiker-Ausgabe auf, dass zum Beispiel die meisten Computerviren-Warnungen, die zunehmend unsere Mailboxen verstopfen, nichts weiter sind als zeitgemäße Varianten solcher Alltagsmythen. Im Grunde, so seine Beobachtung, erzählen wir einander immer dieselbe Geschichte - nur ihr Gewand geht mit der Mode. Weitere Artikel im Skeptiker 1/2001 behandeln die Ideengeschichte vom Leben auf dem Mars, das moderne Hexen-Bild, "Intelligent Design" - eine Spielart des Kreationismus - sowie das Plocher-System, ein ebenso kurioses wie einträgliches Verfahren zur "Energetisierung" von Gartenkalk und anderen simplen Grundsubstanzen. Aus dem Inhalt:
Editorial
Forum
Bericht
Berichte - Der Gott der Lücken muss kein Gott sein: Die Debatte um William Dembskis „Intelligent Design“. Thomas Kettenring
Panorama. Buchkritik Gregor Huesmann: Kniebes, Petra: Schwarzbuch Wundermittel, 33. Christian Steffen Buchkritik Braun-von Gladiß, Karl Heinz: Krebskranke Menschen in ganzheitlich-medizinischer Behandlung. Walter Felix Jungi Buchkritik Maxeiner, Dirk; Miersch, Michael: Lexikon der Öko-Irrtümer. Felix Krusen Buchkritik Scheich, Günter: Positives Denken macht krank. Christopher Boerdlein Buchkritik Oppenheimer, Wolfgang: Die Macht der Sterne. Peter Friedrich Buchkritik Zinser, Hartmut: „Kollektives Unbewusstes“ und „Freie Assoziation“. Krista Federspiel
Magazin
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