| |
Okkultismus bei Jugendlichen
Wichtiger als ein gefestigter Wissensstand ist dabei die Bereitschaft, sich zu stellen, die eigene Meinung kundzutun und Offenheit zu signalisieren. Alles andere wäre pure Arroganz, wogegen Jugendliche zu Recht empfindlich sind. Viele Lehrer lehnen es völlig ab, sich auch nur mit diesem Thema zu beschäftigen. Erfahrungsgemäß ist aber auch das unreflektierte Ausprobieren okkulter Praktiken ohne weitere Vertiefung nicht empfehlenswert. Es hat wenig Zweck, eine einzige, zweistündige Veranstaltung zum "Pendeln" oder "Gläserrücken" durchzuführen und dann selbstgerecht das Thema "abzuhaken". Die Beschäftigung mit den psychologischen, soziologischen und ethischen/religiösen Grundlagen gehört ebenso zum Komplex wie der Beitrag, den gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse liefern. Die "Entmystifizierung", die "Entlarvung", die "Entzauberung" ist sicherlich nur eine pädagogische Aufgabe unter vielen, sie ist aber in diesem Zusammenhang nicht wegzudenken. Das Problem "Okkultismus" wird oft mit dem Problem "Drogen" verglichen. Dieser Vergleich trifft in einigen Punkten zu: beim Suchtcharakter ("Psychodroge") und bei den dahintersteckenden Ursachen. Er ist falsch, was das methodische Vorgehen betrifft: Jugendliche, die praktisch erfahren haben, daß sich das Pendel nicht aufgrund übersinnlicher Kräfte, sondern aufgrund psychomotorischer Bewegungen so "magisch" bewegt, die wissen, welche psychischen Mechanismen hinter allen Wahrsagemethoden stecken können, werden mit ziemlicher Sicherheit zumindest skeptischer sein gegenüber angeblichen Wundertätern, Magiern und Scharlatanen. Daß es gleichzeitig darum gehen muß, die Ursachen für die Beschäftigung mit Okkultismus und Spiritismus zu diskutieren und zu hinterfragen (was nicht gleichbedeutend ist mit "zu verteufeln"!), ist selbstverständlich. Literatur:
Linktipps:
|
||||
|
[ Home | Aktuell | Skeptiker | Themen | Shop | Über uns | Mitglieder | Kontakt ]
|
|||||