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Diese Webseite der Berliner GWUP-Regionalgruppe ist Bestandteil der Webseite der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V. mit Sitz in Roßdorf. Sie finden hier Informationen über die aktiven Berliner Skeptiker, ihre Interessengebiete, und vergangene Veranstaltungen.

Die nächsten Stammtische und Vorträge:

17.5.2013 ab 19.00 h Bericht aus Köln

16.6.2013 ab 10.30 h Chris Hawel: "Grundlagen (oder Säulen?) der wissenschaftlichen Methodik: was Wissenschaft von Bullshit unterscheidet oder warum es gute Gründe gibt, an die Schwerkraft zu glauben - aber nicht an Einhörner, Zwerge, Homöopathie u.v.m."

 

Anmeldung zu allen Veranstaltungen erwünscht unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. und für die Organisation sehr hilfreich. Gäste sind stets willkommen. Die Sitzplätze werden nach Eingang der Anmeldungen vergeben!

Wir bringen gerne noch einige "Skeptiker"-Magazine mit. Wer ein spezielles Heft zu unserem Sonderpreis von 4,- EUR erwerben will, kann es gerne vorab bei uns bestellen. Vielleicht ist das eine oder andere Heft noch vorrätig.

 

Weitere regelmäßige skeptische Veranstaltungen – die ebenso unterhaltsam sind:

Skeptics in the Pub:  Jeden letzten Freitag im Monat. Anmeldungen (sinnvoll für die Tischreservierung) an Josephine Schuppang via Facebook oder j-schuppang (at) gmx.de.

Science Slams in Berlin:

im Lido, Termine unter www.scienceslam.de

 

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Archiv

(Vortragsfolien können - soweit vorhanden - bei andersen@gwup-org angefordert werden.)

14.4.2013 Vortrag Philipp Nolden: Social Media für Skeptiker

17.2.13 Vortrag Dr. Ute Böttger/DLR-Institut für Planetenforschung: Das Leben im Kosmos

18.01.13 Vortrag Ulrich Maas: Epidemiologie in der Tiermedizin und ihre Auswirkungen auf unsere Nahrungsmittel

09.12.12 GWUP-Stammtisch

09.11.12 GWUP-Stammtisch

 

Freitag, 13. April 2012

um 19.00 Uhr, Berlin-Charlottenburg

Darwins falsche Freunde?

„Wir Historiker sind ständig auf Kongresse der Biologen eingeladen, wo uns etwas über die Evolutionstheorie erzählt wird. Aber die Biologen kommen nicht auf unsere Kongresse, um etwas über die Geschichte ihrer Wissenschaft zu erfahren.“ - James Moore, Darwin-Biograf

Anlässlich des Darwin-Jahres 2009 bekamen die Autoren Thomas Hauer und René Kirschey von ZDF/3sat den Auftrag für einen Film zum Thema Charles Darwin. Um sich von der Menge der zu diesem Jubiläum erschienenen Veröffentlichungen abzuheben, entschieden sich die Autoren, eine Dokumentation über die gesellschaftlichen Auswirkungen der Evolutionstheorie zu drehen. So entstand der Film „Darwins langer Schatten“, der sich mit der Entwicklung und dem politischen Einfluss des Sozialdarwinismus beschäftigt und zeigt, wie liberale Gesellschaftsökonomie im Zusammenspiel mit evolutionärer Naturerkenntnis zwangsläufig in Menschenzuchtfantasien enden musste.

Zur nicht geringen Verwunderung der Autoren folgte nach Ausstrahlung des Films ein bizarrer Streit mit Ulrich Kutschera, dem Leiter der AG Evolutionsbiologie und Professor für Pflanzenphysiologie an den Universitäten Kassel und Stanford. Bekannt als ein verdienstvoller Kämpfer gegen den an Einfluss gewinnenden Kreationismus, rückte er den Film auf SPIEGEL-online in die Nähe kreationistischer Positionen. In der darauffolgenden Korrespondenz mit den Autoren konnte Kutschera seine Behauptung nicht nur nicht zufriedenstellend begründen, sondern offenbarte auch erhebliche Defizite im Wissen über Zeitgeschichte, obwohl er vielfach zu diesem Thema publiziert hatte. Letztendlich blieben er und der mit ihm freundschaftlich verbundene Wissenschaftshistoriker Thomas Juncker bei der Behauptung, es handele sich „um einen schädlichen Film, der den Kreationisten Argumente in die Hände spielt.“

Das Thema an sich wirft eine große Zahl von Fragen auf. Ist es zweckdienlich, Fundamentalismus mit Fundamentalismus zu begegnen? Was hat Darwins Theorie mit dem Nationalsozialismus zu tun? Welche Bedeutung haben sozialdarwinistische Überlegungen heute?

Der Film für nano extra 2010 ist auf YouTube in 5 Teilen unter "Darmins langer Schatten" zu sehen.

Unser Referent Thomas Hauer wurde 1963 in Magdeburg geboren. Nach dem Abitur 1982 war er an den dortigen Bühnen bis 1988 als Requisiteur und Techniker beschäftigt. In dieser Zeit beginnt seine Arbeit als Regisseur und Autor in einer freien Theatergruppe. Von 1988 bis 1994 studierte er an der FU Berlin Theaterwissenschaften, Publizistik und Germanistik. In dieser Zeit arbeitete er als Regisseur, Autor und Dramaturg fürs Theater.
1994 beginnt seine Arbeit als freier Redakteur und Autor fürs Fernsehen (ORB „Kaos“, SFB, DW). Seit 1997 arbeitet er als Fernsehjournalist mit den Schwerpunkten Wissenschaft und Reportage. Für die tiga-film- und fernsehproduktion, Berlin, ist er als Autor und Regisseur tätig.

 

Dienstag 24. Februar 2012

Willensfreiheit im Kontext der Neurowissenschaften

Vortrag: (an der PDF-Einbindung arbeite ich noch...)

Literaturtipps:

Benjamin Libet: Mind Time

Peter Biery: Das Handwerk der Freiheit

Christian Geyer: Hirnforschung und Willensfreiheit

Einige Vertreter der neurowissenschaftlichen Forschung in Deutschland vertreten seit einer Weile immer wieder die Thesen, dass

a) die Neurowissenschaften gezeigt hätten, dass es Willensfreiheit nicht gebe, diese eine Illusion sei und dass

b) diese Erkenntnis weitreichende Auswirkungen auf unsere Gesellschaft impliziere.

Damit ergeben sich auch die zentralen Fragestellungen des Vortrages: wie sind die beiden oben genannten Thesen zu verstehen? Haben die Neurowissenschaften denn tatsächlich gezeigt, dass es Willensfreiheit nicht gibt und diese eine Illusion ist? Welche Daten und Ergebnisse liegen vor und wie werden diese interpretiert, um diesen Schluss ziehen zu können? Sind die vorgetragenen Argumente überzeugend und stichhaltig? Was kann man aus wissenschaftlicher Sicht gegebenenfalls dagegen einwenden?
Ist das Konzept von Willensfreiheit noch haltbar und wenn ja, unter welchen Bedingungen? Und natürlich: Hätte die Aufgabe dieses Konzepts denn tatsächlich die prognostizierten immensen Auswirkungen auf unser Selbst- und Menschenbild sowie auf unsere Gesellschaft und unser Rechtswesen?

Referent: Chris Hawel, der uns schon über den Atlantis-Mythos gekonnt ins Bild setzte. Chris studierte nach einem naturwissenschaftlichen Abitur Philosophie, Psychologie und Politologie in München und "flüchtete" 1993 nach Berlin, wo er auch sein Studium beendete.
Er arbeitet derzeit als Netzwerkadministrator und Technical Helpdesk Technician in einem mittelständischen Kulturaustauschunternehmen. Ehrenamtlich ist er seit vielen Jahren bei den Berliner Johannitern als Rettungssanitäter aktiv, seit 2011 auch bei den Skeptikern, nachdem er lange begeisterter Leser des "Skeptiker" war.
Beim wvb hat er 2006 das Buch "Willensfreiheit im Kontext der Neurowissenschaften" veröffentlicht.

 
 

 

 

 

 

 

 

 


 

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