Skeptiker 1/2013 Drucken E-Mail

Hebammen, Mythen der Alltagspsychologie

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Thema

Heiße Luft für Hebammen. Das Training im esoterischen Denken beginnt schon vor der Geburt 

Hebammen fungieren als Multiplikatorinnen von esoterischen Behandlungskonzepten, was sie zum Angriffsziel besonders aggressiver Marketingkampagnen der esoterischen Pharmaindustrie prädestiniert. So bietet zum Beispiel die Schweizer Firma Weleda, Hersteller von anthroposophischen Arzneimitteln, Seminare und Lehrgänge für Hebammen an, die rege in Anspruch genommen und auch von Berufsverbänden empfohlen werden. Solch eine Einflussnahme birgt ein weitaus höheres Gefahrenpotenzial für die Gesundheit von Ratsuchenden und ihren Kindern, als es Pharmavertreterbesuche in Arztpraxen tun. Denn indem der Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands die esoterischen Mittel anerkennt, reißt er jegliche kritische Distanz ihnen gegenüber ein und vermittelt dies auch seinen Mitgliedern. Claudia Graneis hat an einem Weleda-Workshop für Hebammen teilgenommen. 

Claudia Graneis, S. 4-9

Mythen der Alltagspsychologie. Was wissen Laien über (vermeintliche) Forschungsergebnisse? 

Täglich berichten Medien über vielfältige Ergebnisse der Forschung aus unterschiedlichen Wissenschaftsgebieten. Dabei erfreut sich auch die Psychologie einer großen Aufmerksamkeit und dementsprechend sollten grundlegende Forschungsergebnisse der Psychologie weiten Teilen der Bevölkerung vertraut sein. Doch ist dies wirklich so? In ihrem Buch "50 Great Myths of Popular Psychology" stellen Lilienfeld, Lynn, Ruscio und Beyerstein (2010) dies in Frage. Sie vermuten, dass zwischen den tatsächlichen Forschungsergebnissen und dem, was in der Öffentlichkeit als Ergebnis psychologischer Forschung wahrgenommen wird, mitunter eine große Lücke klafft. In einer Befragung von mehr als 1600 psychologischen Laien gingen wir der Frage nach, inwieweit dies zutrifft. Dazu legten wir den Untersuchungsteilnehmern sowohl wissenschaftlich abgesicherte als auch fragwürdige beziehungsweise widerlegte Aussagen über psychologische Sachverhalte vor.  Die Befragten sollten angeben, ob Sie die Aussage für zutreffend oder nicht zutreffen hielten.  

Uwe Peter Kanning, Fred Rist, Stefan Schmukle, Meinald T. Thielsch, S. 10-15

Bericht

Keine Ufos bei Olympia und wieder kein Weltuntergang

Michael Kunkel, S. 16-17

Zehn Jahre Museum turmdersinne

Inge Hüsgen, S. 18

Ein skeptisches Manifest für Afrika 

Leo Igwe S. 19-20

Frischer Wind im Web. Interview mit Hayley Stevens

Holm Hümmler, S. 21-25

Panorama

S. 26

Magazin

Tummelplatz der Aliens? 

Roland Hanewald, S. 27-34

Buchkritik

Ben Goldacre: Bad Pharma

Ralf Neugebauer, S. 35-36

Daniel Kahneman: Schnelles Denken, langsames Denken 

Rouven Schäfer, S. 36-37

Steve Ayan: Hilfe, wie machen uns verrückt 

Christoph Bördlein, S. 37-38

Walter Hehl: Die unheimliche Beschleunigung des Wissens

Thomas Kettenring, S. 39-40

Thomas Eversberg: Hollywood im Weltall

Thomas Römer, S. 41

Neu erschienen

S. 42 



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