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Wolfgang Hell hat in Frankfurt und Heidelberg Physik studiert und anschließend an sein Diplom im Bereich Wahrnehmungspsychologie in Konstanz promoviert. Nach seiner Habilitation auf dem Gebiet Aufmerksamkeit, ebenfalls in Konstanz, hat er in Münster eine Professur für Angewandte Psychologie angenommen. Schon seit langem interessiert er sich für Forschungsmethodik und für normale Erklärungen für scheinbar Paranormales und ist auch nach seiner Pensionierung diesen Interessen treu geblieben. Er ist Mitglied im Wissenschaftsrat der GWUP.

Heiligenschein und Aura (2024)

Beiden Vorstellungen ist gemeinsam, dass sie einen nichtstofflichen Körper (oder eine Lichterscheinung) um den physischen Körper postulieren. Eine Lichterscheinung um einen Kopf oder Körper ist ein unter bestimmten Wahrnehmungsbedingungen unvermeidlich auftretendes physiologisches Phänomen, das auf einer Kombination von Nachbild und Augenbewegungen resultiert. Seine Interpretation als „Heiligenschein“ beruht auf Unkenntnis der physiologischen Ursache, ist aber im historischen Wahrnehmungskontext verständlich.

Die Aura war ursprünglich sehr nahe dem Heiligenschein verwandt, hat sich aber in der Esoterik erweitert zu „Theorien“ mehrerer Astralkörper, ohne dass einigermaßen Einigkeit auch nur über die Anzahl der Astralkörper bestehen würde. In solchen Gedankengebilden ist die interpretatorische Phantasie dem physiologischen Ursprung weit enteilt.

Der Vortrag demonstriert mit vielen Beispielen die physiologische Grundlage für die Wahrnehmung eines „Heiligenscheins“. Anschließend referiere ich die sehr unterschiedlichen, phantasiereichen Vorstellungen zu Auren, deren Ursprung mehr psychischer als physiologischer Natur ist.

Signifikant! Replikationskrise in der Psychologie (2018)

„In der Führungsriege deutscher Unternehmen geht es nobel zu. Wer Kaiser, König oder Fürst heißt, arbeitet häufiger in Spitzenpositionen als Kollegen mit Namen Bauer, Schäfer oder Maier. Das haben Forscher der Universität Cambridge und der HEC Paris herausgefunden“ (Südwest-Presse Ulm, 02.11.2013). Dies ist eines von vielen Forschungsergebnissen, die bei teilweise systematisch vorgenommenen Neu-Untersuchungen nicht repliziert werden konnten. Wenn (zu) viele Ergebnisse sich nicht bestätigen lassen, ist irgendetwas faul in der Art und Weise, wie Psychologinnen ihre Ergebnisse finden bzw. präsentieren, oder in den Worten von Wagenmakers in Bezug auf Bems parapsychologische Experimente zur Umkehr des Zeitpfeils: „Wenn unsere wissenschaftlichen Standardmethoden einem erlauben, das Unmögliche zu beweisen, dann müssen diese Methoden revidiert werden.“
Schuld ist der allzu laxe und sorglose Umgang der Forscher mit dem Signifikanztest: Multiples Testen, opportunistisches Veröffentlichen, viele Freiheitsgrade bei der Wahl des Tests, Abbrechen oder Weiterführen einer Testreihe nach einem zwischenzeitlichen Signifikanztest usw. sind die „harmlosen“, gut gemeinten Fehler, viel häufiger als der direkte Betrug. Der Vortrag wird zeigen, dass
(1) die Ergebnisse von Signifikanztests oft überinterpretiert werden,
(2) „signifikant“ im Kontext eines statistischen Tests auf keinen Fall synonym mit „bedeutsam“ ist und
(3) das nominelle Signifikanzniveau oft weit von dem realen entfernt ist.
Der Vortrag schließt mit einem Überblick über die verschiedenen Vorschläge zur Abhilfe bzw. zur Verbesserung des Umgangs mit dem Signifikanztest

PD Dr. habil. Timur Sevincer ist Psychologe. Er studierte an der Universität Hamburg Philosophie und promovierte und habilitierte dort in Psychologie. Er hat Lehrstühle für Pädagogische Psychologie und Motivation (Universität Hamburg), Sozialpsychologie (Technische Universität Dresden) und Allgemeine Psychologie und Motivation (Leuphana Universität Lüneburg) vertreten. Außerdem lehrte er an der New York University in Berlin. Derzeit vertritt er die Professur für Psychologie und Transformation an der Leuphana Universität Lüneburg. Sein Forschungsschwerpunkt ist zukunftsorientiertes Denken sowie Motivation und Selbstregulation.

Wie effektiv sind Triggerwarnungen & Co.? (2024)

In verschiedenen Teilen der Gesellschaft, insbesondere an Universitäten, gibt es derzeit lebhafte Debatten über Triggerwarnungen. Diese sollen Menschen vor emotionalen Belastungen schützen. Triggerwarnungen werden beispielsweise vor Filmen und in Lehrveranstaltungen verwendet, wenn diese Inhalte enthalten, die Unbehagen oder Stress auslösen könnten. Doch sind Triggerwarnungen evidenzbasiert oder handelt es sich dabei lediglich um Pseudomaßnahmen? Befürworter argumentieren, dass solche Warnungen insbesondere Angehörigen vulnerabler Gruppen helfen, sich auf schwierige Inhalte vorzubereiten, oder ihnen die Wahl lassen, solche Inhalte zu meiden. Kritiker wenden ein, dass Triggerwarnungen negative Reaktionen verstärken können und die Vermeidung bestimmter Inhalte unter Umständen mehr Schaden als Nutzen anrichtet. Letztlich ist es eine empirische Frage, ob Triggerwarnungen wirklich nützen, schaden oder keinen Effekt haben. Einige Studien haben untersucht, ob (a) Triggerwarnungen die Reaktionen auf Inhalte verändern, (b) sie dazu führen, dass Menschen solche Inhalte tatsächlich meiden, oder (c) sie das Verständnis des Materials beeinflussen. In meinem Vortrag werde ich die beste wissenschaftliche Evidenz zu den Auswirkungen von Triggerwarnungen präsentieren und zusammenfassen. Außerdem werde ich anhand eines realen Beispiels zeigen, wie man mit den Anliegen von Studierenden und Lehrenden bezüglich Triggerwarnungen umgehen und praktikable Lösungen finden kann. Zuletzt werde ich die Diskussionen über Triggerwarnungen in einen breiteren gesellschaftlichen Kontext einordnen und wissenschaftliche Belege für die Effektivität ähnlicher Maßnahmen diskutieren, die darauf abzielen, emotionalen Schaden zu verhindern.

Macht die Visualisierung von Erfolg erfolgreich? (2023)

Im Internet und in den Regalen mit Selbsthilfe-Literatur in Buchhandlungen finden sich unzählige Ratgeber, die behaupten, wir müssen uns unsere Wünsche und Träume nur lebhaft genug vorstellen, damit diese in Erfüllung gehen. Solch eine Manifestierung positiver Ereignisse („Ich stelle mir vor, ein Millionär zu sein“) soll angeblich – durch das Gesetz der Anziehung (Gleiches zieht Gleiches an) – dazu führen, dass die visualisierten Ereignisse auch tatsächlich eintreten. In diesem Vortrag geht es darum, wie verbreitet solche pseudowissenschaftlichen Theorien zum positiven Denken sind, was sie von wissenschaftlichen Theorien unterscheidet und ob positive Fantasien vielleicht sogar nach hinten losgehen und Erfolg bei der Verfolgung unserer Ziele vereiteln können. Oder gibt es wissenschaftliche Ansätze, die erklären können, warum positives Denken manchmal funktioniert? – Erkenntnisse zu mentalen Simulationen, selbsterfüllenden Prophezeiungen und Selbstwirksamkeit. Und schließlich: Gibt es wirklich psychologische „Tricks“, die wir anwenden können, um unsere Träume besser in die Tat umzusetzen?

 

Anne Braune-Vásquez promoviert seit 2021 unter dem Titel “Das Bild der Verschwörung – visuelle und fotografische Strategien als angebliche Beweise für bildbasierte Verschwörungstheorien” in Medienwissenschaften an der Universität Tübingen und der Fachhochschule Dortmund. Zuvor studierte sie Fotografie in Bielefeld und Dortmund. Sie hat sich künstlerisch und wissenschaftlich mit Fragen nach dem Realitätsbezug und der Glaubwürdigkeit von Bildern in unterschiedlichen Kontexten beschäftigt. Zusätzlich lehrt sie zu Bildern in der Internetkultur und im Kontext von Verschwörungstheorien.

Bilder als Beweise? Visuelle Strategien als vermeintliche Belege für bildbasierte Verschwörungstheorien

Chemtrails existieren, 9/11 und die Mondlandung hingegen waren inszeniert – was diese drei Verschwörungstheorien verbindet, ist die Beweisführung ihrer Anhänger*innen aufgrund von Bildern. Sei es das klassische Beweisfoto bei einer Chemtrail-Sichtung oder das Suchen nach vermeintlichen Bildfehlern, die ein geheimes Komplott belegen sollen. Im Vortrag analysiere ich anhand von Bildbeispielen die Argumentationsmuster, die Verschwörungsanhänger*innen nutzen: Welche pseudowissenschaftlichen Methoden wenden sie in der Bearbeitung der Beweisbilder an?

Das führt unmittelbar zu der Frage nach dem Wahrheitsanspruch von fotografischen Bildern. Es zeigt sich eine deutliche Diskrepanz zwischen der wissenschaftlichen Diskussion um den Realitätsbezug von Fotos und dem alltäglichen Nutzen. Bei letzterem werden Bilder als mehrheitlich unhinterfragtes Kommunikationsmittel genutzt, trotz dem Wissen um mögliche Manipulation oder Fälschung.

Der Fokus des Vortrags liegt auf der Diskussion von ausgewählten Bildbeispielen aus diesem alltäglichen Nutzen. Dabei handelt es sich um Fotos oder Bilder, die auf Fotos basieren, also Kollagen, Memes oder ähnlichen. Die besprochenen Bilder stammen aus Telegram-Gruppen und -Kanälen, die die Verschwörungstheorien rund um Chemtrails, die Anschläge vom 11. September und die Mondlandung 1969 zum Thema haben. Der Messengerdienst Telegram hat im Kontext von Verschwörungstheorien in den letzten Jahren eine traurige Berühmtheit erlangt. Er wird vielfach genutzt, um verschwörungstheoretische Inhalte zu verbreiten, die auf anderen Plattformen gelöscht werden. Ich erörtere, welche Beweisstrategien in den Bildbeispielen genutzt werden. Dient das Bild selbst als vermeintlicher Beweis oder werden einzelne Elemente in ihm gesucht, die das Geschehene als Fake deklarieren sollen? Dabei wird verständlich, wieso Bilder als vermeintliche Beweismittel für Verschwörungstheorien effektiv sind.

Der Vortrag macht deutlich, welche Bilder auf welche Weise als Belege für Verschwörungstheorien genutzt werden. Daraus lässt sich zum einen ein gewisses Medienverständnis der Verschwörungsanhänger*innen ableiten. Zum anderen verdeutliche ich die Verknüpfung von Verschwörungstheorien, Bildern und sozialen Medien deutlich und der Vortrag zeigt auf, wieso die drei Elemente erfolgreich zusammen funktionieren.

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Anna Brodersen ist seit 2018 freiberufliche Hebamme, hat den Beruf grundständig studiert und wurde durch eine Weiterbildung in Anthroposophie gründlich von derselben geheilt. In verschiedenen Podcasts (Grams’ Sprechstunde, Waldorfsalatpod), Fachvorträgen (u.a. beim Hebammenkongress im Mai 2023 in Berlin), in Fachartikeln und nicht zuletzt beim WTF-Talk versucht sie liebevoll und fachlich korrekt über sinnvolle Interventionen aufzuklären. Ihr ist es wichtig, sich nicht über die Eltern lustig zu machen und dennoch eine lockere Atmosphäre zu schaffen, die dann hoffentlich zu einer Aufgeschlossenheit dem Thema gegenüber beitragen kann.

Natur pur oder alles rein ins Kind?  Prophylaxen im Säuglingsalter

Werdende Eltern haben heute eine schier unendliche Fülle an Informationsmöglichkeiten. Von gedruckter Literatur im Sachbuchbereich, Mamaratgebern, Infobroschüren, Beratung durch Fachpersonal bis hin zu Social Media ist alles dabei.
Im ersten Teil meines Vortrags möchte ich auf die Wege eingehen, die junge und werdende Eltern bei der Informationsbeschaffung nutzen. Warum haben Influencerinnen und medizinische Laien oft mehr Einfluss als Fachpersonal? Welche teils bewusst manipulativen Methoden kommen dabei zum Einsatz? Wir werden uns einzelne Posts von Doulas, Hebammen und Mamainfluencerinnen ansehen und kritisch analysieren, sowie die gängigen Schwangerenratgeber auf ihre Empfehlungen hin durchforsten.
Was bewegt Schwangere, sich dem medizinischen System vollkommen zu entziehen, und wie müssen wir unsere Betreuung und Beratung ausrichten, um diese Schwangeren und Eltern zu erreichen? Macht es in manchen Bereichen sogar Sinn, auf Prophylaxe oder Intervention zu verzichten?
Im Anschluss werden wir uns aktuellen Empfehlungen zu Prophylaxen und Screenings im ersten Lebensjahr widmen. Kernthemen werden dabei die Schwangerenvorsorge nach Mutterschaftsrichtlinien, das Stoffwechselscreening, die Kinderuntersuchungen, Vitamin K, Vitamin D sowie Schutzimpfungen sein.

Ein weiteres Anliegen, auf das ich eingehen möchte, ist der aktuelle Wandel im Hebammenberuf. Während vor wenigen Jahren der Anteil an systemkritisch-alternativen Hebammen, die von der Ablehnung jeglicher Impfung bis zum Abraten von Ultraschalluntersuchungen reichten, noch extrem hoch war, entwickelt sich der Beruf durch die akademische Ausbildung und die Erweiterung unserer Kompetenzen wie Ultraschall stetig weiter. Das vergrößert zwar kurzfristig die Schere zwischen den „traditionellen“ und den wissenschaftlich orientierten Kolleginnen, führt aber mittel- bis langfristig zu einer Hebammenversorgung auf hohem medizinischen Niveau.

 

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Jasmina Eifert studiert seit 2020 in Innsbruck Psychologie (derzeit im Master) sowie Rechts- und Kriminalsoziologie als Erweiterungsstudium. Seit 2022 ist sie in verschiedenen Psychiatrien tätig und arbeitet derzeit in einer Akutpsychiatrie als psychologische Assistenz in der Diagnostik hauptsächlich mit Betroffenen von Persönlichkeitsstörungen oder Traumafolgestörungen (v.a. PTBS). Dabei wirkt sie auch an der dort laufenden Katamnesestudie mit.

Pro Ana – Radikalisierung, Gefahren und Sektenähnlichkeiten

„Du bist niemals zu dünn!“ – Das ist eines von „Anas Gesetzen“, die in der Pro-Ana-Bewegung kursieren. Dahinter verbirgt sich eine Online-Community, die das Störungsbild Anorexie verherrlicht und als „Freundin Ana“ personifiziert. In Blogs, Foren und Kontaktbörsen huldigen die überwiegend weiblichen Mitglieder dieser Szene einem extremen Schlankheitsideal – nicht selten mit lebensbedrohlichen gesundheitlichen Folgen.

Im Rahmen ihres Psychologiestudiums hat sich Eifert intensiv mit diesem Lifestyle-Phänomen beschäftigt. In ihrem Vortrag beleuchtet sie Motive und Hintergründe der Pro- Ana-Gruppen und weist auf Gefahren hin. Dabei geht es auch um Aspekte, die bislang kaum öffentlich thematisiert wurden, zum Beispiel Ähnlichkeiten und Unterschiede zu Sekten sowie inhärente Radikalisierungsprozesse.

 

 

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Dr. Stephanie Dreyfürst, Direktorin der vhs Wiesbaden e.V., leitet seit 2020 die Volkshochschule in der hessischen Landeshauptstadt. Als Mitglied und ehemalige stellvertretende Vorstandsvorsitzende der GWUP beschäftigt sie sich mit der Förderung des kritischen Denkens und wirkt dahingehend aktiv in der Erwachsenenbildung.

Tarot, NLP und Hormon-Yoga. Schwurbelangebote an deutschen Volkshochschulen

Volkshochschulen sind der wichtigste Bildungsanbieter im deutschsprachigen Raum im Bereich Erwachsenenbildung. Überwiegend kommunal finanziert, erfüllen Volkshochschulen einen gesetzlich verankerten Bildungsauftrag. Ein thematisch breit gefächertes Kursprogramm steht grundsätzlich allen Menschen offen (Stichwort „Bildung für alle”), es sollte aber Qualitätsstandards entsprechen, die auch den Aspekt der Evidenzbasierung mit einschließen. Dies gilt besonders für Angebote im Bereich Gesundheit, aber auch in der Persönlichkeitsentwicklung und im Bereich Politik und Gesellschaft.

Zwar gibt es Dachverbände als übergreifende Interessensvertretung der Volkshochschulen (deutschlandweit und für jedes Bundesland), diese halten sich jedoch beim Thema Qualitätsstandards, „Schwurbelangebote“ bzw. der Kritik an diesen zurück.

Im Gegensatz zu österreichischen Volkshochschulen, die bereits 2013 eine gemeinsame Erklärung verabschiedet haben, in der sie auf esoterische Schwurbelangebote verzichten, finden sich an deutschen Volkshochschulen noch (zu) viele unwissenschaftliche oder gar quacksalberische Kursangebote.

In unserem Vortrag werten wir die aktuelle Angebotslage deutscher Volkshochschulen stichprobenartig nach solchen Angeboten aus und beziffern deren Anteil am Programm. Durch die Befragung ausgewählter Programmverantwortlicher verschiedener Volkshochschulen und Vertreter*innen im Wissenschaftlichen Beirat des deutschen Volkshochschulverbandes möchten wir ergründen, warum unseriöse Angebote Teil des Programms an Volkshochschulen sind; wir möchten außerdem in Erfahrung bringen, was die Programmplanenden dazu bewegt, solche Angebote zu machen (bzw. davon abhält, sie nicht zu machen) und wir möchten Ansätze diskutieren, wie man innerhalb der vhs-Landschaft mehr kritisches Denken und weniger Schwurbel fördern kann.

Dieser Vortrag wird zusammen mit Tina Alicke gehalten.

 

Leif Inselmann

Leif Inselmann wurde am 27.07.1998 in Kiel geboren. Er studierte Ur- und frühgeschichtliche Archäologie und Altorientalistik in Göttingen; seit 2024 promoviert er an der Freien Universität Berlin zur Archäologie der Bronzezeit. Auf dem Blog „Wunderkammer der Kulturgeschichte“ (www.wunderkammer.inselmann.net) setzt er sich kritisch mit kontroversen Thesen zur Geschichte und Archäologie auseinander.

Die Anunnaki ‒ Astronautengötter im antiken Mesopotamien? (2025)

Die Kulturen des antiken Mesopotamien – Sumerer, Babylonier und Assyrer – haben eine beispiellose Zahl an Schriftquellen aus der Zeit ab 3000 v. Chr. hinterlassen, darunter die ältesten erhaltenen Mythen der Menschheit. Zu den frühen Literaturwerken, welche von der Altorientalistik oder Assyriologie erforscht werden, zählen so berühmte Texte wie das Gilgamesch-Epos, das Babylonische Weltschöpfungsepos Enūma eliš und mehrere vorbiblische Versionen der Sintfluterzählung.

Auf dieser Basis entwarf der aserbaidschanisch-amerikanische Autor Zecharia Sitchin (1920‒ 2010) in seinem Buch Der zwölfte Planet (1976) und weiteren Werken eine alternative Geschichte der Menschheit: Demnach berichteten die sumerischen und akkadischen Keilschrifttexte von einer Rasse von Außerirdischen, den Anunnaki, welche vor hunderttausenden von Jahren vom Himmel auf die Erde kamen, durch genetische Experimente den modernen Menschen erschufen und von den altorientalischen Kulturen als Götter verehrt wurden. In der Prä-Astronautik seit Jahrzehnten etabliert, haben Teile dieser Thesen im Zeitalter des Internets eine Eigendynamik gewonnen und werden unkritisch in vielerlei Variation verbreitet.

Doch steht tatsächlich in den antiken Keilschrifttexten, was Sitchin und seine Epigonen behaupten? Und warum sind diese Theorien so erfolgreich? Leif Inselmann, studierter Archäologe und Altorientalist mit Schwerpunkt auf der Erforschung antiker Mythen, stellt die Behauptungen der Anunnaki-Theorien den originalen Quellen gegenüber.

Gab es Riesen auf der Erde? Funde von Riesenskeletten in Geschichte und Pseudowissenschaft (2024)

„Hier hatte sich noch ein Riesengeschlecht erhalten, das durch Körpergröße und Gestalt von anderen Menschen sich unterschied, von erstaunlichem Aussehen war und eine erschreckliche Stimme besaß. Ihre Gebeine werden noch heute gezeigt und sind so groß, dass es schwerfällt, sie für menschliche Gebeine zu halten.“

Dies berichtet der jüdische Historiker Flavius Josephus (Jüdische Altertümer, 5. Buch 2,3) im 1. Jh. n. Chr. Ob die Bibel, die griechischen Mythen oder unser heimischer Schatz an Sagen und Märchen – fast jede Kultur kennt Geschichten über Riesen. Doch handelt es sich dabei wirklich nur um Legenden, oder gibt es materielle Beweise für deren einstige Existenz? Bereits antike Historiker erwähnen Funde von Riesenskeletten, die man mythischen Heroen zuschrieb, ähnliche Quellen stammen aus Mittelalter und Neuzeit. Viele dieser Funde stellten sich später als Fossilien prähistorischer Großtiere wie Mammuts heraus, so etwa der Wiener „Riesenknochen von St. Stephan“ (1443), der 1577 entdeckte Knochen des „Luzerner Riesen“ oder die 1613 bei Dauphiné (Frankreich) ausgegrabenen Überreste des Riesenkönigs „Teutobochus“.

Zu einer wahren Epidemie derartiger Berichte kam es in den USA des 19. Jahrhunderts: Tausende von zeitgenössischen Zeitungsartikeln und Lokalchroniken schreiben über Skelette von Riesen, die in indianischen Grabhügeln oder anderswo entdeckt worden sein sollen. Bevölkerte also einst eine Rasse von Riesen das Gebiet der heutigen Vereinigten Staaten, wie noch heute manche Menschen behaupten? Die vielen hundert Funde seien von der Smithsonian Institution systematisch gesammelt und zerstört worden, besagt eine Verschwörungstheorie – deshalb seien sie heute nicht mehr auffindbar.

Tatsächlich erfreut sich das Thema der Riesenskelette seit einigen Jahren bemerkenswerter Beliebtheit in der Pseudowissenschaft: Alternativarchäologische Autoren sammeln historische Fundberichte in Büchern, Internet-Blogs verbreiten Fake-Nachrichten über angeblich neu entdeckte Riesenskelette. Doch was steckt hinter diesen Funden – und wieso sind sie gerade in der heutigen Pseudowissenschaft so beliebt? Der Vortrag versucht nachzuzeichnen, wie sich das Phänomen der Riesenskelette über die Jahrhunderte entwickelte, ob es wirklich Riesen gab und was die heutige Begeisterung mit Religion und Rassismus zu tun hat.

norbert aust

Dr.-Ing. Norbert Aust studierte Allgemeinen Maschinenbau an der TU Darmstadt und promovierte über ein Thema aus dem Bereich Thermischer Turbomaschinen. Beruflich tätig war er in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Qualitätsmanagement bei führenden Herstellern von Vakuumpumpen und Kompressoren. Seit Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben beschäftigt er sich intensiv mit den Grundlagen der Homöopathie und den Nachweisen zur Wirksamkeit.

Mögliche Rolle der Kernenergie in der deutschen Energiewende (2025)

Die Kernenergie sei viel zu teuer und käme ohnehin zu spät, um für die deutsche Energiewende einen wirksamen Beitrag zu leisten, wonach bis 2045 in Deutschland eine klimaneutrale Energieversorgung aufgebaut werden soll. Unter dieser Voraussetzung ist es natürlich wenig sinnvoll, sich mit den ohne Zweifel bestehenden Problemen bei der Endlagerung radioaktiver Abfälle oder auch mit einem wahrgenommenen erhöhten Risiko eines katastrophalen Störfalles auseinanderzusetzen: Wenn kein Nutzen erkennbar ist, dann wäre es natürlich unverantwortlich, selbst das kleinste Risiko einzugehen oder auch ein Entsorgungsproblem zu generieren.

Aber stimmt die Voraussetzung? Ist die Kernkraft wirklich zu teuer und kann sie wirklich aus Zeitgründen keinen Beitrag liefern?

Es gibt eine ganze Reihe von Studien, in denen Szenarien für eine klimaneutrale Energieversorgung entwickelt und optimiert werden, um die Möglichkeiten einer rein auf erneuerbaren Energiequellen aufgebauten Energieversorgung zu untersuchen. Sie alle kommen zu dem Schluss, dass dies möglich sei. Allerdings gelingt dies nur, indem wesentliche Probleme ausgeklammert werden, etwa die Finanzierung des gigantischen Aufwandes für die Infrastruktur oder der Zeitbedarf, diese Anlagen zu errichten. Es muss daher bezweifelt werden, dass die Energiewende in der bisher vorgesehenen Konzeption bis 2045 – oder innerhalb nur weniger Jahren danach – erreicht werden kann. Da in keiner dieser Studien die Kernenergie in die Betrachtungen einbezogen wird – der Atomausstieg ist schließlich eine gesetzliche Vorgabe – ist weder deren Kostennachteil belegt noch der zu große Umsetzungszeitraum.

Dies war Anlass, eine wissenschaftliche Studie in Auftrag zu geben, in der erstmals das Szenario einer allein auf regenerativen Energiequellen beruhenden Energieversorgung einem Vergleich zu einem unter Anwendung der Kernenergie optimierten System unterzogen wird. Die Ergebnisse werden spätestens im Januar 2025 veröffentlicht werden. In diesem Vortrag sollen die Ansätze, die Methodik und die Ergebnisse dieser Studie vorgestellt werden.

Soweit erste Ergebnisse bereits vorliegen, ist erkennbar, dass mit dem Einsatz der Kernenergie ganz erhebliche Kostenvorteile verbunden wären. Terminlich zeichnet sich ab, dass zwar das Zeil der Treibhausgasneutralität auch mit der Kernenergie nicht erreichbar sein dürfte, sie aber eine erhebliche Abkürzung auf dem Weg dahin ermöglichen könnte.

Betrachtungen zu einem systematischen Review aus dem Bereich „Fat Studies“ (2024)

In unserer Gesellschaft haben übergewichtige Menschen ein Problem: „Sie werden diffamiert und erhalten eine schlechtere medizinische Versorgung.“ Diese Aussage eines Skeptikerkollegen fand ich erstaunlich: Ich zähle mich durchaus zu den Betroffenen, habe aber in dieser Richtung keine nennenswerten Erfahrungen gemacht.

Als Beleg für die Aussage wurde ein systematisches Review genannt, in dem 21 Einzelstudien aus dem Bereich der „Fat Studies“ zusammenfassend ausgewertet wurden. Anhand dieses Reviews und der eingeflossenen Einzelstudien soll exemplarisch der Unterschied zu Arbeiten aus der Versorgungsforschung aufgezeigt werden, die den gleichen Problemkreis untersuchen. Aus den unterschiedlichen methodischen Ansätzen ergeben sich wesentliche Unterschiede in der Aussagekraft, wenn anhand der Ergebnisse über gesellschaftlich relevante Probleme diskutiert wird und über eventuell notwendig erscheinende Verbesserungsmaßnahmen entschieden werden soll.

Für Skeptiker ist es selbstverständlich, Aussagen auch belegen zu können, am besten natürlich mit Ergebnissen wissenschaftlicher Studien. Dabei ist es wichtig, zu bewerten, wie die Studienergebnisse zustande gekommen sind, um die Aussagekraft der Ergebnisse abzuschätzen. Die Auswahl der Probanden, die Kontrolle von Störgrößen oder auch die Auswertung der erhobenen Daten haben einen sehr großen Einfluss darauf, welche Aussage die Studie belegen kann. Dabei soll nichts dazu ausgesagt werden, ob der Befund für die untersuchte Arbeit auf andere Studien aus dem Bereich Critical Studies übertragbar ist. Vielmehr soll die Vorgehensweise beispielhaft aufgezeigt und darauf hingewiesen werden, dass das kritische Denken auch dann sinnvoll ist, wenn Studienergebnisse die eigene Sichtweise stützen.

Weil es nicht so ist, wie es nicht sein kann: Manipulation in der Homöopathieforschung? (2020)

Im Oktober 2020 wurde in einem angesehenen Journal eine Studie zur Homöopathie veröffentlicht, die den Standpunkt der Skeptiker zu widerlegen scheint: Bei qualitativ hochwertiger Methodik wurden hervorragende Ergebnisse erzielt, die auf eine weit über Placebo hinausgehende Wirksamkeit der verabreichten Mittel hindeuten. In einer vierköpfigen Arbeitsgruppe haben wir diese Arbeit gründlich unter die Lupe genommen. Dabei fanden wir starke Indizien dafür, dass diese Ergebnisse nicht das Resultat einer wissenschaftlich soliden Forschungsarbeit sind.

Die Energiewende – ein Thema auch für Skeptiker (2019)

Der Schutz unseres Klimas durch Reduzierung oder gar Vermeidung von CO2-Emissionen ist ein Thema, bei dem auch die Skeptiker aktiv werden können. Die Weichenstellungen werden auf jeden Fall in der näheren und weiteren Zukunft auf ökologischem wie ökonomischem Gebiet weitreichende Folgen haben. Die Diskussion darüber ist aber von hoher Irrationalität und mangelndem Faktenwissen geprägt. Auf jeden Fall werden sich unsere Einstellungen, vielleicht auch unsere Lebensgewohnheiten, entschieden ändern müssen – wir haben lediglich die Wahl, uns für die am wenigsten unangenehme Option zu entscheiden. Umso wichtiger ist es, die Handlungsalternativen unvoreingenommen und rational zu betrachten und zu bewerten. Dies ist in der gegenwärtigen Diskussion allerdings nicht erkennbar.

In diesem Vortrag soll aufgezeigt werden, warum wir alleine mit erneuerbaren Energien keine sichere Stromversorgung erreichen können (Beispiel: mangelnde Produktion aus Windanlagen und Photovoltaik in einem Zeitraum von vier aufeinander folgenden Tagen im November und Dezember 2017), und dass dieses Wissen in der Bevölkerung und anscheinend auch bei dem einen oder anderen Entscheidungsträger nicht vorhanden zu sein scheint. Die zur Verfügung stehenden Handlungsmöglichkeiten werden dargestellt und deren Vor- und Nachteile grob skizziert. Der Schwerpunkt liegt auf der großtechnischen Realisierbarkeit, insbesondere den Möglichkeiten der Speicherung und der Beseitigung von CO2. In diesem Kontext erscheint es wenig zweckmäßig, auf die derzeit einzige großtechnisch verfügbare CO2-freie Technologie der Stromerzeugung zu verzichten, deren Leistung wir weitgehend unabhängig von äußeren Einflüssen dem Bedarf anpassen können.

An einem konkreten Beispiel (Ausfall des KKW Krümmel im Jahr 2009, Tschernobyl) soll zum Schluss verdeutlicht werden, welche irrationalen Ängste und auch Fehlinterpretationen des Geschehens die Vorbehalte schüren.

Es geht mir nicht darum, für oder gegen eine Technologie Stellung zu nehmen. Dazu sind die Zusammenhänge viel zu komplex, um als Einzelner oder als kleine Gruppe den bestmöglichen Lösungsansatz zu finden, da hier technologische, ökologische und ökonomische Belange gegeneinander abzuwägen sind. Die Skeptiker könnten sich allerdings dafür einsetzen, dass dies aufgrund bekannter Fakten in der Öffentlichkeit rational diskutiert wird.

Begleitinformationen zum Vortrag von Norbert Aust Skepkon 2019

 

Freie Energie und Nullpunktsenergiemaschinen (2016)

Gibt es Energiequellen, die jedem quasi grenzenlos zur Verfügung stehen, praktisch nichts kosten und außerdem keinerlei Belastung für die Umwelt ergeben? Existieren Lösungen für eines der dringendsten Probleme der Welt, die aber von bestimmten Interessengruppen unterdrückt werden? Im Internet werden zahlreiche Maschinen und Apparate gezeigt, die angeblich mehr Energie abgeben, als sie aufnehmen. Es handelt sich aber dabei keineswegs um Perpetua Mobilia, denn schließlich zapfen sie in irgendeiner Form ein unendliches Energiefeld an – sagen zumindest die Erfinder. In diesem Vortrag werden einige solcher Konzepte näher beleuchtet.

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André Sebastiani studierte an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster Lehramt für die Primarstufe. Nach seinem Referendariat in Vechta arbeitete er als Lehrer im Grund- und Sekundarschulbereich in Bremen. Aktuell ist er Referent für Mediendidaktik bei der Senatorin für Kinder und Bildung in Bremen. Seit vielen Jahren publiziert er zu den Themen Anthroposophie und Waldorfpädagogik. 2019 erschien sein Buch „Anthroposophie – Eine kurze Kritik“ im Alibri Verlag.

Kritisches Denken – Warum es so schwer ist, es in Schulen zu unterrichten, und wie wir es trotzdem schaffen

Weltweit haben skeptische Organisationen wie die GWUP mehr oder weniger erfolgreiche Versuche unternommen, Unterrichtsmaterialien für Schulen zu entwickeln. Es gibt zahlreiche Publikationen, die Kinder an das kritische Denken heranführen sollen. Doch in den Schulen scheinen diese Bemühungen nicht anzukommen. Woran liegt das, und wie könnten wir das ändern?

In meinem Vortrag werde ich Antworten skizzieren, die im Rahmen eines Kooperationsprojekts zwischen der Senatorin für Kinder und Bildung in Bremen und der GWUP erarbeitet wurden. Basierend auf wissenschaftlicher Evidenz und einer Analyse der Rahmenbedingungen des deutschen Bildungssystems wurden dabei in einem ersten Schritt die folgenden Herausforderungen identifiziert:

  1. Kritisches Denken taucht zwar in einigen Papieren der Kultusministerkonferenz auf und findet sich auch als Kompetenz in einigen Bildungsplänen wieder, die es zu fördern gilt. Es fehlt jedoch ein klares Verständnis, unter welchen Bedingungen die Vermittlung kritischen Denkens gelingt und wie man es systematisch fördern kann.
  2. Bestehendem Unterrichtsmaterial fehlt aus diesem Grund eine geeignete Systematik.
  3. Lehrkräfte sind nicht hinreichend in die Grundlagen und die Praxis des kritischen Denkens eingewiesen.

Im Projekt haben wir einen Kurs mit Onlinematerialien entwickelt, der diesen Herausforderungen gerecht werden soll. Er vermittelt Lehrkräften ein klares Verständnis und eine Systematik des Kritisches Denkens und gibt ihnen Handlungssicherheit in der konkreten Unterrichtssituation. Der Kurs ist darauf ausgerichtet, nicht nur Wissen zu vermitteln. Denn Forschungsresultate zeigen, dass kritisches Denken am besten durch einen „gemischten Ansatz“ gelehrt werden kann. Dabei werden die Grundsätze des kritischen Denkens erst vermittelt und dann anhand von Anwendungsfällen expliziert. Auf diesem Wege wird kritisches Denken als praktische Fähigkeit zudem im Sinne einer „deliberate practice“ bewusst und zielgerichtet trainiert.

Die Erkenntnisse des Projekts haben meines Erachtens Implikationen, die über den Schulkontext hinausgehen. Deswegen möchte ich abschließend diskutieren, wie wir kritisches Denken auch stärker in unserer Gesellschaft verankern können.

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Ralf Neugebauer ist seit 2007 Richter am Oberlandesgericht Düsseldorf und dort in dem u.a. für irreführende Werbung zuständigen 20. Zivilsenat tätig. Wenn er nicht richtet, versucht er, als Vorstandsmitglied die GWUP zu lenken, Skeptics in the Pub Köln am Laufen zu halten und vor allem auf internationalen Skeptiker-Konferenzen gleichgesinnte Menschen kennenzulernen.

Das geht doch gar nicht – oder doch? – Werbung für esoterische Produkte aus rechtlicher Sicht

Irreführende Werbung ist verboten. Aber wann ist eine Werbung irreführend? Gerade im Bereich esoterischer Produkte ist das eine nicht immer einfach zu beantwortende Frage. Dieser soll in dem Vortrag nachgegangen werden. Es macht einen Unterschied, ob eine Werbung sich als offen „esoterisch“ präsentiert oder eben nicht. Aber auch bei großzügiger Auslegung gibt es Aussagen, die an sich verboten sind. Warum laufen die trotzdem? Auch dieser Frage wird nachgegangen.
Der Vortrag stellt – ausgehend von dem Verbot irreführender Werbung – dar, was denn eigentlich irreführend ist (und für wen). Dazu wird dargestellt, wie derartige Regeln in Deutschland durchgesetzt werden und warum das für esoterische Angebote leider etwas Positives ist.