Leif Inselmann

Leif Inselmann wurde am 27.07.1998 in Kiel geboren. Er studierte Ur- und frühgeschichtliche Archäologie und Altorientalistik in Göttingen; seit 2024 promoviert er an der Freien Universität Berlin zur Archäologie der Bronzezeit. Auf dem Blog „Wunderkammer der Kulturgeschichte“ (www.wunderkammer.inselmann.net) setzt er sich kritisch mit kontroversen Thesen zur Geschichte und Archäologie auseinander.

Die Anunnaki ‒ Astronautengötter im antiken Mesopotamien? (2025)

Die Kulturen des antiken Mesopotamien – Sumerer, Babylonier und Assyrer – haben eine beispiellose Zahl an Schriftquellen aus der Zeit ab 3000 v. Chr. hinterlassen, darunter die ältesten erhaltenen Mythen der Menschheit. Zu den frühen Literaturwerken, welche von der Altorientalistik oder Assyriologie erforscht werden, zählen so berühmte Texte wie das Gilgamesch-Epos, das Babylonische Weltschöpfungsepos Enūma eliš und mehrere vorbiblische Versionen der Sintfluterzählung.

Auf dieser Basis entwarf der aserbaidschanisch-amerikanische Autor Zecharia Sitchin (1920‒ 2010) in seinem Buch Der zwölfte Planet (1976) und weiteren Werken eine alternative Geschichte der Menschheit: Demnach berichteten die sumerischen und akkadischen Keilschrifttexte von einer Rasse von Außerirdischen, den Anunnaki, welche vor hunderttausenden von Jahren vom Himmel auf die Erde kamen, durch genetische Experimente den modernen Menschen erschufen und von den altorientalischen Kulturen als Götter verehrt wurden. In der Prä-Astronautik seit Jahrzehnten etabliert, haben Teile dieser Thesen im Zeitalter des Internets eine Eigendynamik gewonnen und werden unkritisch in vielerlei Variation verbreitet.

Doch steht tatsächlich in den antiken Keilschrifttexten, was Sitchin und seine Epigonen behaupten? Und warum sind diese Theorien so erfolgreich? Leif Inselmann, studierter Archäologe und Altorientalist mit Schwerpunkt auf der Erforschung antiker Mythen, stellt die Behauptungen der Anunnaki-Theorien den originalen Quellen gegenüber.

Gab es Riesen auf der Erde? Funde von Riesenskeletten in Geschichte und Pseudowissenschaft (2024)

„Hier hatte sich noch ein Riesengeschlecht erhalten, das durch Körpergröße und Gestalt von anderen Menschen sich unterschied, von erstaunlichem Aussehen war und eine erschreckliche Stimme besaß. Ihre Gebeine werden noch heute gezeigt und sind so groß, dass es schwerfällt, sie für menschliche Gebeine zu halten.“

Dies berichtet der jüdische Historiker Flavius Josephus (Jüdische Altertümer, 5. Buch 2,3) im 1. Jh. n. Chr. Ob die Bibel, die griechischen Mythen oder unser heimischer Schatz an Sagen und Märchen – fast jede Kultur kennt Geschichten über Riesen. Doch handelt es sich dabei wirklich nur um Legenden, oder gibt es materielle Beweise für deren einstige Existenz? Bereits antike Historiker erwähnen Funde von Riesenskeletten, die man mythischen Heroen zuschrieb, ähnliche Quellen stammen aus Mittelalter und Neuzeit. Viele dieser Funde stellten sich später als Fossilien prähistorischer Großtiere wie Mammuts heraus, so etwa der Wiener „Riesenknochen von St. Stephan“ (1443), der 1577 entdeckte Knochen des „Luzerner Riesen“ oder die 1613 bei Dauphiné (Frankreich) ausgegrabenen Überreste des Riesenkönigs „Teutobochus“.

Zu einer wahren Epidemie derartiger Berichte kam es in den USA des 19. Jahrhunderts: Tausende von zeitgenössischen Zeitungsartikeln und Lokalchroniken schreiben über Skelette von Riesen, die in indianischen Grabhügeln oder anderswo entdeckt worden sein sollen. Bevölkerte also einst eine Rasse von Riesen das Gebiet der heutigen Vereinigten Staaten, wie noch heute manche Menschen behaupten? Die vielen hundert Funde seien von der Smithsonian Institution systematisch gesammelt und zerstört worden, besagt eine Verschwörungstheorie – deshalb seien sie heute nicht mehr auffindbar.

Tatsächlich erfreut sich das Thema der Riesenskelette seit einigen Jahren bemerkenswerter Beliebtheit in der Pseudowissenschaft: Alternativarchäologische Autoren sammeln historische Fundberichte in Büchern, Internet-Blogs verbreiten Fake-Nachrichten über angeblich neu entdeckte Riesenskelette. Doch was steckt hinter diesen Funden – und wieso sind sie gerade in der heutigen Pseudowissenschaft so beliebt? Der Vortrag versucht nachzuzeichnen, wie sich das Phänomen der Riesenskelette über die Jahrhunderte entwickelte, ob es wirklich Riesen gab und was die heutige Begeisterung mit Religion und Rassismus zu tun hat.

PD Dr. Anna-Vero Wendland

PD Dr. Anna Veronika Wendland ist Osteuropa- und Technikhistorikerin und GWUP-Mitglied. Sie arbeitet als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Marburger Herder-Institut für Historische Ostmitteleuropaforschung und lehrt Geschichte an der Uni Marburg. Für ihre Habilitationsschrift „Kerntechnische Moderne. Atomstädte, nukleare Arbeitswelten und Reaktorsicherheit in Ost- und Westeuropa 1966-2021“ forschte Wendland über mehrere Jahre hinweg als Langzeitbeobachterin von Mensch-Maschine-Beziehungen in Kernkraftwerken in Osteuropa und Deutschland. Seit der russischen Invasion in die Ukraine 2022 ist sie häufige Ansprechpartnerin für Medien und Politik für Probleme der kerntechnischen Sicherheit in der Ukraine. Neueste Buchpublikationen: Atomkraft? Ja bitte! Klimawandel und Energiekrise: Wie Kernkraft uns jetzt retten kann, Köln: Quadriga, 2022; Befreiungskrieg. Nationsbildung und Gewalt in der Ukraine, Frankfurt – New York: Campus, 2023.

Thema 30.05. – Was sollten Skeptiker über Geschichte wissen?

Thema 31.05. – 6 x Tschernobyl + 46 Biowaffenlabore = 1 Armageddon: Techno-Fakes und Angstkommunikation im russisch-ukrainischen Krieg

Falschinformationen spielen nicht erst seit der Erfindung des Begriffs „hybrider Krieg“ eine gewichtige Rolle in Kriegen – so auch im Fall des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Doch was in diesem Krieg besonders auffällt, ist die häufige Nutzung von Techno-Fakes, also kalkulierten Falschaussagen und gefakten Stories über bestimmte Technologien, die beim Kriegsgegner Angst und Panik schüren sollen, aber auch dem Appell an die internationale Öffentlichkeit dienen. Im Zentrum solcher Formen von Angstkommunikation standen in der Ukraine bislang vor allem Atomanlagen, „schmutzige Bomben“ und angebliche Biowaffen-Produktionsstätten. In dem Vortrag werden einige Beispiele analysiert, die Motive, Funktionsweise und Folgen von technikbezogenen Angsterzählungen diskutiert und einige Vorschläge gemacht, wie demokratische Gesellschaften mit Techno-Fakes als Instrumenten des hybriden Krieges umgehen sollten.

norbert aust

Dr.-Ing. Norbert Aust studierte Allgemeinen Maschinenbau an der TU Darmstadt und promovierte über ein Thema aus dem Bereich Thermischer Turbomaschinen. Beruflich tätig war er in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Qualitätsmanagement bei führenden Herstellern von Vakuumpumpen und Kompressoren. Seit Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben beschäftigt er sich intensiv mit den Grundlagen der Homöopathie und den Nachweisen zur Wirksamkeit.

Mögliche Rolle der Kernenergie in der deutschen Energiewende (2025)

Die Kernenergie sei viel zu teuer und käme ohnehin zu spät, um für die deutsche Energiewende einen wirksamen Beitrag zu leisten, wonach bis 2045 in Deutschland eine klimaneutrale Energieversorgung aufgebaut werden soll. Unter dieser Voraussetzung ist es natürlich wenig sinnvoll, sich mit den ohne Zweifel bestehenden Problemen bei der Endlagerung radioaktiver Abfälle oder auch mit einem wahrgenommenen erhöhten Risiko eines katastrophalen Störfalles auseinanderzusetzen: Wenn kein Nutzen erkennbar ist, dann wäre es natürlich unverantwortlich, selbst das kleinste Risiko einzugehen oder auch ein Entsorgungsproblem zu generieren.

Aber stimmt die Voraussetzung? Ist die Kernkraft wirklich zu teuer und kann sie wirklich aus Zeitgründen keinen Beitrag liefern?

Es gibt eine ganze Reihe von Studien, in denen Szenarien für eine klimaneutrale Energieversorgung entwickelt und optimiert werden, um die Möglichkeiten einer rein auf erneuerbaren Energiequellen aufgebauten Energieversorgung zu untersuchen. Sie alle kommen zu dem Schluss, dass dies möglich sei. Allerdings gelingt dies nur, indem wesentliche Probleme ausgeklammert werden, etwa die Finanzierung des gigantischen Aufwandes für die Infrastruktur oder der Zeitbedarf, diese Anlagen zu errichten. Es muss daher bezweifelt werden, dass die Energiewende in der bisher vorgesehenen Konzeption bis 2045 – oder innerhalb nur weniger Jahren danach – erreicht werden kann. Da in keiner dieser Studien die Kernenergie in die Betrachtungen einbezogen wird – der Atomausstieg ist schließlich eine gesetzliche Vorgabe – ist weder deren Kostennachteil belegt noch der zu große Umsetzungszeitraum.

Dies war Anlass, eine wissenschaftliche Studie in Auftrag zu geben, in der erstmals das Szenario einer allein auf regenerativen Energiequellen beruhenden Energieversorgung einem Vergleich zu einem unter Anwendung der Kernenergie optimierten System unterzogen wird. Die Ergebnisse werden spätestens im Januar 2025 veröffentlicht werden. In diesem Vortrag sollen die Ansätze, die Methodik und die Ergebnisse dieser Studie vorgestellt werden.

Soweit erste Ergebnisse bereits vorliegen, ist erkennbar, dass mit dem Einsatz der Kernenergie ganz erhebliche Kostenvorteile verbunden wären. Terminlich zeichnet sich ab, dass zwar das Zeil der Treibhausgasneutralität auch mit der Kernenergie nicht erreichbar sein dürfte, sie aber eine erhebliche Abkürzung auf dem Weg dahin ermöglichen könnte.

Betrachtungen zu einem systematischen Review aus dem Bereich „Fat Studies“ (2024)

In unserer Gesellschaft haben übergewichtige Menschen ein Problem: „Sie werden diffamiert und erhalten eine schlechtere medizinische Versorgung.“ Diese Aussage eines Skeptikerkollegen fand ich erstaunlich: Ich zähle mich durchaus zu den Betroffenen, habe aber in dieser Richtung keine nennenswerten Erfahrungen gemacht.

Als Beleg für die Aussage wurde ein systematisches Review genannt, in dem 21 Einzelstudien aus dem Bereich der „Fat Studies“ zusammenfassend ausgewertet wurden. Anhand dieses Reviews und der eingeflossenen Einzelstudien soll exemplarisch der Unterschied zu Arbeiten aus der Versorgungsforschung aufgezeigt werden, die den gleichen Problemkreis untersuchen. Aus den unterschiedlichen methodischen Ansätzen ergeben sich wesentliche Unterschiede in der Aussagekraft, wenn anhand der Ergebnisse über gesellschaftlich relevante Probleme diskutiert wird und über eventuell notwendig erscheinende Verbesserungsmaßnahmen entschieden werden soll.

Für Skeptiker ist es selbstverständlich, Aussagen auch belegen zu können, am besten natürlich mit Ergebnissen wissenschaftlicher Studien. Dabei ist es wichtig, zu bewerten, wie die Studienergebnisse zustande gekommen sind, um die Aussagekraft der Ergebnisse abzuschätzen. Die Auswahl der Probanden, die Kontrolle von Störgrößen oder auch die Auswertung der erhobenen Daten haben einen sehr großen Einfluss darauf, welche Aussage die Studie belegen kann. Dabei soll nichts dazu ausgesagt werden, ob der Befund für die untersuchte Arbeit auf andere Studien aus dem Bereich Critical Studies übertragbar ist. Vielmehr soll die Vorgehensweise beispielhaft aufgezeigt und darauf hingewiesen werden, dass das kritische Denken auch dann sinnvoll ist, wenn Studienergebnisse die eigene Sichtweise stützen.

Weil es nicht so ist, wie es nicht sein kann: Manipulation in der Homöopathieforschung? (2020)

Im Oktober 2020 wurde in einem angesehenen Journal eine Studie zur Homöopathie veröffentlicht, die den Standpunkt der Skeptiker zu widerlegen scheint: Bei qualitativ hochwertiger Methodik wurden hervorragende Ergebnisse erzielt, die auf eine weit über Placebo hinausgehende Wirksamkeit der verabreichten Mittel hindeuten. In einer vierköpfigen Arbeitsgruppe haben wir diese Arbeit gründlich unter die Lupe genommen. Dabei fanden wir starke Indizien dafür, dass diese Ergebnisse nicht das Resultat einer wissenschaftlich soliden Forschungsarbeit sind.

Die Energiewende – ein Thema auch für Skeptiker (2019)

Der Schutz unseres Klimas durch Reduzierung oder gar Vermeidung von CO2-Emissionen ist ein Thema, bei dem auch die Skeptiker aktiv werden können. Die Weichenstellungen werden auf jeden Fall in der näheren und weiteren Zukunft auf ökologischem wie ökonomischem Gebiet weitreichende Folgen haben. Die Diskussion darüber ist aber von hoher Irrationalität und mangelndem Faktenwissen geprägt. Auf jeden Fall werden sich unsere Einstellungen, vielleicht auch unsere Lebensgewohnheiten, entschieden ändern müssen – wir haben lediglich die Wahl, uns für die am wenigsten unangenehme Option zu entscheiden. Umso wichtiger ist es, die Handlungsalternativen unvoreingenommen und rational zu betrachten und zu bewerten. Dies ist in der gegenwärtigen Diskussion allerdings nicht erkennbar.

In diesem Vortrag soll aufgezeigt werden, warum wir alleine mit erneuerbaren Energien keine sichere Stromversorgung erreichen können (Beispiel: mangelnde Produktion aus Windanlagen und Photovoltaik in einem Zeitraum von vier aufeinander folgenden Tagen im November und Dezember 2017), und dass dieses Wissen in der Bevölkerung und anscheinend auch bei dem einen oder anderen Entscheidungsträger nicht vorhanden zu sein scheint. Die zur Verfügung stehenden Handlungsmöglichkeiten werden dargestellt und deren Vor- und Nachteile grob skizziert. Der Schwerpunkt liegt auf der großtechnischen Realisierbarkeit, insbesondere den Möglichkeiten der Speicherung und der Beseitigung von CO2. In diesem Kontext erscheint es wenig zweckmäßig, auf die derzeit einzige großtechnisch verfügbare CO2-freie Technologie der Stromerzeugung zu verzichten, deren Leistung wir weitgehend unabhängig von äußeren Einflüssen dem Bedarf anpassen können.

An einem konkreten Beispiel (Ausfall des KKW Krümmel im Jahr 2009, Tschernobyl) soll zum Schluss verdeutlicht werden, welche irrationalen Ängste und auch Fehlinterpretationen des Geschehens die Vorbehalte schüren.

Es geht mir nicht darum, für oder gegen eine Technologie Stellung zu nehmen. Dazu sind die Zusammenhänge viel zu komplex, um als Einzelner oder als kleine Gruppe den bestmöglichen Lösungsansatz zu finden, da hier technologische, ökologische und ökonomische Belange gegeneinander abzuwägen sind. Die Skeptiker könnten sich allerdings dafür einsetzen, dass dies aufgrund bekannter Fakten in der Öffentlichkeit rational diskutiert wird.

Begleitinformationen zum Vortrag von Norbert Aust Skepkon 2019

 

Freie Energie und Nullpunktsenergiemaschinen (2016)

Gibt es Energiequellen, die jedem quasi grenzenlos zur Verfügung stehen, praktisch nichts kosten und außerdem keinerlei Belastung für die Umwelt ergeben? Existieren Lösungen für eines der dringendsten Probleme der Welt, die aber von bestimmten Interessengruppen unterdrückt werden? Im Internet werden zahlreiche Maschinen und Apparate gezeigt, die angeblich mehr Energie abgeben, als sie aufnehmen. Es handelt sich aber dabei keineswegs um Perpetua Mobilia, denn schließlich zapfen sie in irgendeiner Form ein unendliches Energiefeld an – sagen zumindest die Erfinder. In diesem Vortrag werden einige solcher Konzepte näher beleuchtet.

Alexander Wolber

Alexander Wolber ist Psychologe (M. Sc.) und seit 2018 Psychologischer Psychotherapeut in Ausbildung mit Schwerpunkt kognitive Verhaltenstherapie. Seit 2020 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Lehrstuhl für klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Konstanz, wo er zum Thema „Dynamische Veränderungen der Risikowahrnehmung bei Schizophrenie“ forscht. Im Bachelor-Studiengang Psychologie der Universität Konstanz gibt er zudem Lehrveranstaltungen zu „Persönlichkeitsstörungen“ sowie zu „Berufsethik und Berufsrecht“ in der Psychologie. Seit 2022 ist er erster Vorsitzender der evolutionär-humanistischen GBS-Bodensee e. V. (eine Regionalgruppe der Giordano-Bruno-Stiftung (GBS)). Gemeinsam mit der GBS-Bodensee gründet er im Jahr 2025 das erste „Humanistische Bildungs- und Begegnungszentrum Konstanz“ (HBBK), das von der Stadt Konstanz mit knapp 15.000 Euro gefördert wird. Das HBBK wird sich mit Bildungs- und Beratungsangeboten u. a. für die Förderung des kritischen Denkens in Konstanz einsetzen. Ab Januar 2025 erhält er zudem ein Promotionsstipendium der GBS.

Alles Schwurbler oder einfach psychisch gestört?

Auf den unlauteren Spielfeldern der Esoterik, Verschwörungstheorien und des Paranormalen gibt es einige Akteure, die die Nöte ihrer potenziellen Opfer schamlos ausnutzen, ihnen das Geld aus der Tasche ziehen und Versprechungen machen, die nicht eingelöst werden können. Jenseits dieses „Täter-Opfer“-Prinzips existieren zahlreiche Menschen, die tatsächlich an solche parawissenschaftlichen Phänomene glauben – und zwar unabhängig davon, ob sie einen finanziellen Mehrwert daraus ziehen können oder nicht. Die Gründe dafür können vielschichtig sein: Persönlichkeitsmerkmale, soziokulturelle Einflüsse, Neigung zu kognitiven Verzerrungen, Relevanz von spirituellen und religiösen Bedürfnissen, Bildungsniveau, Leben in unsicheren Zeiten, psychische Störungen u. v. m.

Aus einer klinisch-psychologischen Perspektive möchte ich mich in meinem Vortrag schwerpunktmäßig mit psychischen Störungen beschäftigen. Am Beispiel von ausgewählten Störungsbildern (z. B. Persönlichkeitsstörungen und Störungen aus dem psychotischen Formenkreis) werde ich Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Urteilsfindung (z. B. „jumping to conclusions“) und der neuronalen Verarbeitung von esoterischen, verschwörungstheoretischen und paranormalen Stimuli im Vergleich zu psychisch gesunden Personen herausarbeiten. Dabei werde ich aufzeigen, dass es einige Parallelen zwischen psychischen Störungen und parawissenschaftlichen Einstellungen gibt.

Für die Förderung des wissenschaftlichen Denkens und die Aufklärung über Parawissenschaften soll diese Differenzierung dazu beitragen, eines nicht zu vergessen: Es gibt Menschen, die nicht viel dafür können, dass sie so denken, wie sie denken.

Ich werde meinen Vortrag mit einigen Schlussfolgerungen für die aufklärerische Praxis und den Umgang mit Menschen abschließen, bei denen parawissenschaftliches Denken Symptom einer (sich anbahnenden) psychischen Störung sein könnte. Darüber hinaus werde ich darlegen, warum Empathie manchmal hilfreicher sein kann als Faktenspam.

Ass.-Prof. Mag. Dr. Erich Eder

Dr. Erich Eder ist Zoologe und lehrt seit 25 Jahren an der Universität Wien und seit 2015 als Assistenzprofessor für Biologie an der Medizinischen Fakultät der Sigmund Freud PrivatUniversität. Er ist gemeinsam mit Krista Federspiel und Heinz Oberhummer einer der Mitbegründer der Gesellschaft für Kritisches Denken.

Was ich dem Granderwasser verdanke.

Nach einem Vierteljahrhundert ist es an der Zeit, Bilanz zu ziehen. Im Jahr 1999 schrieb ich einen Leserbrief, der unerwartete Folgen hatte: Mehrere Klagen wurden gegen mich erhoben, mit einem Gesamtstreitwert von 60.000 €. Auf den ersten Blick eine belastende Erfahrung, doch aus diesen Prozessen ergaben sich wertvolle Lektionen. Eine der wichtigsten Erkenntnisse war, dass man im Widerstand gegen esoterischen Unfug nicht allein bleibt: Innerhalb von nur zwei Monaten wurden durch Crowdfunding 24.000 € an Gerichtskosten gedeckt – ein beeindruckendes Zeichen der Solidarität. Die Beschäftigung mit dem Wasserschwindel führte auch dazu, dass ich mich seit mehr als 15 Jahren wissenschaftlich mit Aberglauben, dem Glauben an Alternativmedizin, Evolutionsleugnung und Rechtsextremismus befasse. Zudem brachte mir diese Auseinandersetzung Freundschaften, Kontakte zu Menschen, die mich auf meinem beruflichen Weg maßgeblich unterstützten. Was als juristische Herausforderung begann, führte letztlich dazu, dass ich meinen heutigen Beruf ausübe. Ironischerweise verdanke ich meine Karriere also dem Granderwasser – es wirkt (!), wenn auch auf eine ganz andere Weise, als es seine Anhänger behaupten.

Soziologe, freier Publizist mit den Themenschwerpunkten: Identitätspolitik, Woke Culture, Meinungsfreiheit

Gibt es Rassismus gegen Weiße? Ein Beitrag zur Definitionslehre in den Sozialwissenschaften

Wissenschaft stellt fest, was der Fall ist. Dann erklärt sie, was der Fall ist. Eine Grundvoraussetzung hierfür sind präzise Begrifflichkeiten. In den Sozialwissenschaften ist dies nicht immer einfach, da wir es häufig mit „essentially contested concecpts“ (W. B. Gallie) zu tun haben, Begriffen also, die interpretationsbedürftig sind, z. B. „Demokratie“, „Kapitalismus“ oder „Gerechtigkeit“. In Teilen der Sozialwissenschaften zeigt sich jedoch auch das Phänomen, dass der Zuschnitt eines bestimmten Begriffs als Mittel im politisch-aktivistischen Kampf eingesetzt wird. Begriffsbildung dient dann nicht primär dazu, die möglichst hohe Erklärungskraft einer Theorie zu gewährleisten, sondern einen politischen Zweck zu erreichen.

Der Vortrag exemplifiziert dies am Beispiel der Debatte um „Rassismus“ im Kontext identitätslinken Wissenschaftsaktivismus. Der Begriff des „Rassismus“ wurde in den letzten Jahrzehnten so zugeschnitten, dass Phänomene in der sozialen Wirklichkeit höchst selektiv unter seinen Anwendungsbereich fallen. So wird in den Critical Whiteness Studies die These vertreten, dass „nur Weiße Rassisten sein können“. Umgekehrt sei „Rassismus gegen Weiße“ nicht möglich. Dies korrespondiert wiederum mit der identitätslinken Generalthese, dass sich die Welt pauschal in „Unterdrücker“ und „Unterdrückte“ einteilen ließe. Schneidet man den Begriff „Rassismus“ in einer bestimmten Weise zu, so kann diese Generalthese an nahezu jedem Phänomen Bestätigung finden. Rassismus ist dann buchstäblich „überall“. Eine solche Begriffsinflationierung schwächt zwar die Erklärungskraft von Theorien und stellt den falsifikatorischen Charakter von Wissenschaft in Frage, stellt aber im politischen Meinungskampf eine scharfe Waffe dar. Die medialen Ausläufer dieser Form des Wissenschaftsmissbrauchs manifestieren sich bis hinein in an sich seriöse Formate der Wissenschaftskommunikation: „Unser gesamtes gesellschaftliches System ist von strukturellem Rassismus durchzogen“, wusste etwa Mai Thi Nguyen-Kim auf „Maithink X“ am 15.09.2024. Dieser Rassismus kann aber identitätslinker Theoriebildung zufolge nur „unterdrückte“ Gruppen treffen – also Menschen nicht-weißer Hautfarbe. Weiße Menschen können keinem Rassismus ausgesetzt sein. Dass man in diesen Wissenschaftsbereichen zu diesem Schluss kommt, hängt stark von den zugrunde gelegten Definitionen ab. Darum wird es in dem Vortrag gehen, und auch um die Frage: Wie plausibel ist das?

In wissenschaftstheoretischer Hinsicht werde ich deshalb fragen: Welche begrifflichen Weichenstellungen führen zu einer selektiven Inflationierung von „Rassismus“? In wissenschaftssoziologischer Absicht: Welches soziale Phänomen verbirgt sich hinter der selektiven Inflationierung von Rassismus? Und wissenschaftspolitisch wird zu bedenken gegeben: Präzise empirische Erkenntnisse über Rassismus sind in einer Gesellschaft, die die rechtliche Gleichbehandlung aller Menschen in ihr normatives Fundament eingegossen hat, wünschenswert. Deswegen scheint es wenig zielführend, wenn Teile der Sozialwissenschaften weiter den Weg in die Pseudo-Wissenschaft beschreiten und durch ihre aktivistische Akzentuierung dazu beitragen, Wissenschaft insgesamt in Misskredit zu ziehen.

Prof. Dr. Christoph Bördlein

Christoph Bördlein studierte Psychologie und Germanistik an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Er arbeitete als Psychologe in einem Berufsförderungswerk und leitete die Stabsstelle Psychosozialer Dienst/ Betriebliches Gesundheitsmanagement beim Bundesrechnungshof. Seit 2015 ist er Professor für Allgemeine und Klinische Psychologie und verhaltensorientierte Handlungslehre an der Technischen Hochschule Würzburg- Schweinfurt (THWS). Sein Interessensschwerpunkt ist die angewandte Verhaltensanalyse, insbesondere die verhaltensorientierte Arbeitssicherheit (Behavior-Based Safety, BBS). Er ist Autor des Standardwerks zum Thema BBS, einer Einführung in die Verhaltensanalyse, einer Methodenlehre der angewandten Verhaltensanalyse sowie der kurzweiligen Einführung ins skeptisch-wissenschaftliche Denken „Das sockenfressende Monster in der Waschmaschine“, in der der Autor erklärt, wie man außergewöhnliche Behauptungen unvoreingenommen auf ihren Wahrheitsgehalt hin prüft. Christoph Bördlein ist seit 1997 Mitglied der GWUP. Er hat mehrfach im „Skeptiker“ publiziert. Seit 2021 ist er Mitglied im Wissenschaftsrat der GWUP.

Neues vom Barnum-Effekt

Als Barnum-Effekt bezeichnet man die Tendenz von Menschen, allgemeingehaltene Aussagen als zutreffend für die eigene Person einzuschätzen. Die Grundlage des Barnum-Effekts (manchmal auch Forer-Effekt) ist ein Barnum-Text. Dieser besteht aus allgemeingültigen Aussagen, die auf fast jeden Menschen zutreffen („Sie sind Neuem gegenüber aufgeschlossen“), sich gegenseitig aufhebenden Aussagen („Sie sind gerne unter Leuten, mögen es aber auch, mal für sich zu sein“) und schmeichelhaften Aussagen (sog. „Balsam-Texte“, z. B. „Sie verfügen über eine gute Menschenkenntnis“). Wenn dieser Text einer Person unter der Voraussetzung präsentiert wird, der Text sei explizit für sie geschrieben worden (z. B. als Ergebnis eines Persönlichkeitstests oder einer astrologischen oder graphologischen Analyse), tritt der Fehler der persönlichen Validierung ein und die Person akzeptiert den Text als überwiegend oder vollständig auf sie zutreffend. Schon frühe Forschungen zum Barnum-Effekt (Bördlein, 2000, 2002) nutzten ein Untersuchungsdesign, bei dem zuerst eine Rechtfertigung für die Erstellung des Barnum-Textes erzeugt wird (z. B. muss die Versuchsperson eine Schriftprobe abgeben, die angeblich sodann graphologisch ausgewertet wird). Anschließend erhält die Person den Text mit den Barnum-Aussagen (z. B. in Form eines „graphologischen Persönlichkeitsgutachtens). Zuletzt wird die Person gebeten zu bewerten, für wie zutreffend sie den Text als Ganzes und ggf. auch einzelne Aussagen des Textes einschätzt. Dabei wird in der Regel eine sehr hohe Zustimmungsrate berichtet, d. h. die meisten Versuchspersonen betrachten den Barnum-Text als für sie sehr oder überwiegend zutreffend.

Der gegenwärtige Forschungsstand zum Barnum-Effekt wird vorgestellt. Dabei wird zwischen personenbezogenen Variablen (welche Menschen sind für den Barnum-Effekt besonders anfällig? – z. B. Bördlein (1999)) und situativen Faktoren (unter welchen Bedingungen werden Barnum-Texte am häufigsten als zutreffend eingeschätzt?) unterschieden. Empirische Studien aus dem Institut für angewandte Sozialwissenschaften der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt untersuchten u. a. den Einfluss der Aufwandsrechtfertigung auf das Ausmaß des Barnum-Effekts (werden Barnum-Aussagen als glaubwürdiger eingeschätzt, wenn die Versuchspersonen zuvor viel Aufwand betreiben musste, also z. B. viele Fragen in einem Persönlichkeitsfragebogen beantworten mussten?) oder ob die subjektive Gewissheit, sich selbst gut zu kennen mit der Akzeptanz von Barnum-Aussagen zusammenhängt.

Johannes C. Zeller ist SEO- und KI-Berater sowie freier Journalist mit einem Fokus auf Wissenschaft und Technologie. Für den Skeptical Inquirer begleitete er in einer Artikelserie die Entwicklungen bei der GWUP im vergangenen Jahr. Er studierte Anglistik, Amerikanistik und Medienwissenschaften an den Universitäten Graz, Brisbane und Aberdeen.
Seine Arbeit wird angetrieben von einer lebenslangen Faszination für die Fähigkeiten und Grenzen des menschlichen Geistes. Als Hobby-Astronom, Tech-Geek und Praktiker des kritischen Denkens lebt der gebürtige Österreicher heute in den Bergen von Málaga, Spanien, stets auf der Suche nach neuen Perspektiven und Erkenntnissen.

Deepfakes erkennen: Werkzeuge und Strategien für das KI-Zeitalter

Das beste Werkzeug zur Erkennung von Künstlicher Intelligenz ist das menschliche Gehirn. Doch kann man in einer Welt, in der generative KI täuschend echte Bilder, Videos und Stimmen erschafft, überhaupt noch zuverlässig zwischen Fakt und Fake unterscheiden? Die menschliche Kognition entwickelt sich jedenfalls evolutionär zu langsam, um mit dem rasanten Fortschritt der KI mitzuhalten. Umso wichtiger ist es, die Mechanismen hinter KI-Inhalten zu verstehen und systematisch Methoden zu nutzen, die eine präzisere Einschätzung ermöglichen.

In diesem interaktiven Vortrag erkunden wir die Grenzen menschlicher Wahrnehmung und setzen uns mit aktuellen technischen Erkennungsmethoden auseinander. Welche Merkmale verraten Deepfakes? Wo stoßen selbst modernste Tools an ihre Grenzen? Und wie können wir unser eigenes Analysevermögen schärfen?

Dabei werden nicht nur zentrale Konzepte des KI-Zeitalters vermittelt, sondern es wird auch beleuchtet, wie altbekannte Betrugsmaschen und Manipulationsstrategien durch KI auf ein neues Level gehoben werden. Von Identitätsdiebstahl bis hin zu Social-Engineering-Angriffen – digitale Täuschungstechniken sind raffinierter und gefährlicher denn je. Gerade deshalb ist es entscheidend, sich gegen gezielte Desinformation zu wappnen.

Durch praxisnahe Übungen und den Einsatz technischer Hilfsmittel vermittelt dieser Vortrag nicht nur effektive Erkennungsstrategien im Umgang mit KI-generierten Inhalten, sondern auch Schutzmechanismen gegen digitale Scams. Datenschutz, Medienkompetenz und kritisches Denken stehen dabei im Mittelpunkt. Ziel ist es, alltagstaugliche Strategien aufzuzeigen, mit denen sich Manipulation frühzeitig erkennen und abwehren lässt.

Prof. Dr. Claudia Franziska Brühwiler forscht an der Universität St. Gallen zur politischen Kultur der USA – mit Schwerpunkten im Konservatismus, Libertarismus, Populismus sowie der Verbindung von Politik und Literatur. Ihre wissenschaftliche Tätigkeit führte sie bislang als Gastwissenschaftlerin resp. -professorin an die Keio University (Japan), ans University College Dublin, ans Amherst College, die University of Virginia, die University of Wisconsin-Madison und die University of Notre Dame. Zuletzt erschien ihre Monografie “Out of a Gray Fog: Ayn Rand’s Europe” (2021), in der sie sich einer Ikone der amerikanischen Rechte annahm. Sie war Kolumnistin der NZZ am Sonntag und kommentiert regelmässig das politische Geschehen in deutschsprachigen Medien.

Seit Dezember 2024 betreibt sie den Podcast „Grüezi Amerika. Views from the Sister Republic“, in dem sie aktuelle Ereignisse durch die Brille der amerikanischen Geschichte, Politik und Kultur betrachtet. Dabei geht sie besonders der Frage nach, ob der neue Kurs – oft als Trump 2.0 bezeichnet – sich grundlegend von dem seiner Vorgänger unterscheidet und welche Auswirkungen dies für Europa haben könnte.

Der pathologisierte Andere: Trump und seine Wählerschaft

«Trump regiert» ist momentan eine ständige Onlinerubrik einer Schweizer Tageszeitung. Titel, alarmistischer Ton und Inhalt der Beiträge lesen sich wie ein Echo auf Matto regiert (1936), den wohl bekanntesten Krimi des Schweizer Autors Friedrich Glauser: Wachtmeister Studer ermittelt in einer psychiatrischen Anstalt und erlebt, wie nicht nur den Patienten die Realität entgleitet. «Matto» wird von der halluzinierten Weltregierung, die ein Insasse fürchtet, zur gesellschaftlichen Diagnose.

Trump regiert – und mit ihm der Wahnsinn? Die Verantwortungslosigkeit? Schon im Wahlkampf 2016 wurde Donald J. Trump zerstörerisches Potential attestiert. Nach einer – sieht man von seinem unpräsidialen Stil und Rhetorik wie auch den Ereignissen um den 6. Januar 2021 – relativ typisch-republikanischen Präsidentschaft, sehen sich nun viele Kritiker bestätigt. «Staatsstreich von innen», «administrativer Coup» lauten die noch nüchternsten Analysen. Ausgeblendet wird dabei, dass viele der Massnahmen nur rückgängig machen, was relativ kurzfristige Fortschritte waren. Fortschritte, die zumindest die Trump-Wählerschaft nicht als solche betrachteten, sondern vielmehr als Angriff auf ihre Lebensweise wahrnahmen. Sie alle, Wahnsinnige? Oder vom Wahnsinn verführte?

Der Sokratische Weg e. V.

Janosch Rydzy ist Diplom-Informatiker und Softwareentwickler aus Karlsruhe mit langjährigem Engagement im evolutionären Humanismus. Als Mitbegründer der Karlsruher Regionalgruppe der Giordano-Bruno-Stiftung (2014/2015) und stellvertretender Vorsitzender des Vereins (seit 2018) setzt er sich für humanistische Aufklärung und kritisches Denken ein. Im Jahr 2016 entdeckte er durch YouTube-Videos von Anthony Magnabosco die Gesprächsmethode Street Epistemology, mit der er sich seither intensiv beschäftigt. Sein Online-Vortrag über Street Epistemology für die gbs Karlsruhe im Januar 2021 gab den Impuls für eine Übungsrunde auf Discord, die seitdem wöchentlich stattfindet. Seit August 2021 arbeitet er im Vorstand von Street Epistemology International mit. Er ist zudem Gründungsmitglied und Vorsitzender des 2022 gegründeten gemeinnützigen Vereins Sokratischer Weg e. V.