Was haben Wokeness und Donald Trump gemeinsam? Mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde.

Denken wissenschaftliche Skeptiker an einen Vertreter von Pseudowissenschaften, stellen sie sich vielleicht einen sozial etwas eigenartigen Typen mit einem Aluhut vor. Seltsamerweise stammen pseudowissenschaftliche Behauptungen jedoch manchmal von anerkannten Wissenschaftlern, die es besser wissen sollten. Die aktuelle Frage nach dem Bewusstsein von Pflanzen ist ein solches Beispiel.

Ursprünglich wurden solche Warnungen eingeführt, um zu verhindern, dass Menschen, die unter traumatischen Erfahrungen leiden (z. B. ein schwerer Unfall oder ein gewalttätiger Übergriff ) Aspekte des Traumas wieder erleben (z. B. durch Flashback-Erinnerungen), indem sie plötzlich mit Reizen konfrontiert werden, die sie an die traumatischen Ereignisse erinnern (Boysen 2017). Im Laufe der Zeit wurde der Einsatz von solchen Triggerwarnungen jedoch ausgeweitet, um zu verhindern, dass nicht nur Personen mit traumatischen Erfahrungen Unbehagen empfinden, sondern auch jene Personen, die nicht an traumatischen Erfahrungen leiden (Bellet et al. 2018). Dabei haben Triggerwarnungen zwei Hauptfunktionen: Erstens sollen sie es Menschen ermöglichen, sich emotional auf bestimmte Inhalte vorzubereiten, um eine mögliche negative emotionale Reaktion abzuschwächen, und zweitens sollen sie es den Menschen ermöglichen, diese Inhalte vollständig zu vermeiden (Bridgland et al. 2023).

In dem Artikel „Achtung Triggerwarnung!“ untersucht der Psychologe Timur Sevincer die Wirksamkeit von Triggerwarnungen. Ursprünglich eingeführt, um Menschen mit traumatischen Erfahrungen vor unerwarteten Auslösern zu schützen, werden sie heute breiter eingesetzt. Sevincer beleuchtet aktuelle Forschungsergebnisse und diskutiert, ob Triggerwarnungen tatsächlich die beabsichtigten positiven Effekte haben oder möglicherweise sogar kontraproduktiv wirken