
Mobile Ausstellung vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und vom Kompetenzzentrum elektromagnetische Felder (KEMF)
PD Dr. Corinna Lüthje studierte Angewandte Kulturwissenschaften an der Universität Lüneburg, wurde in Kommunikationswissenschaft an der Universität Hamburg promoviert und habilitierte sich in Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Universität Rostock. Ihr wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt im Bereich Wissenschafts- und Risikokommunikation sowie Medienwandel und Mediatisierung. Sie war die Initiatorin und Gründungssprecherin der ad hoc-Gruppe (heute Fachgruppe) Wissenschaftskommunikation in der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK). Seit 2021 ist sie wissenschaftliche Referentin beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und dort im Kompetenzzentrum für elektromagnetische Felder (KEMF) im Bereich Risikokommunikationsforschung tätig.
Dr. Katharina Link studierte Kulturwissenschaften in Cottbus (Studiengang Kultur & Technik) und Potsdam und promovierte zur Geschichte der Reflexion über die Möglichkeit und die theoretischen Grundlagen historischer Ausstellungen seit dem 19. Jahrhundert. Sie war an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und am Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst in der Öffentlichkeitsarbeit tätig und ist seit 2024 wissenschaftliche Referentin beim Bundesamt für Strahlenschutz in der Wissenschaftskommunikation, wo sie die bundesweit im Einsatz befindliche mobile Ausstellung des Amtes betreut, die hochkomplexe physikalische Zusammenhänge besonders anschaulich und laiengerecht vermitteln will. In diesem Rahmen muss sie zusammen mit ihren Kolleg*innen vielen Mythen und Falschinformationen zum Thema Strahlung begegnen.
Lukas Gernand studierte Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und war anschließend dort und an der Universität Passau als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Seine Forschungsschwerpunkte lagen im Bereich der Soziologie sozialer Ungleichheit und empirischer Sozialstrukturanalyse, Europasoziologie, Religionssoziologie, Risikosoziologie und Soziologie der Krise. Seit 2021 ist er als wissenschaftlicher Referent beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und dort im Kompetenzzentrum für elektromagnetischer Felder (KEMF) im Bereich Risikokommunikationsforschung tätig.
Desinformation und EMF-Mythen
Verursacht Mobilfunk COVID-19 oder lässt tote Vögel vom Himmel fallen? Des- und Fehlinformationen zu Mobilfunk und 5G sind in sozialen Netzwerken weit verbreitet und verunsichern Menschen. Der Workshop bietet einen praxisorientierten Einblick in Mechanismen, Netzwerke und Inhalte solcher Kampagnen und zeigt, welche Herausforderungen die allgemeinverständliche Vermittlung komplexer wissenschaftlicher Risikobewertung birgt. Typische Kommunikationshürden sind u.a. gering vorhandene Science Literacy (Methoden, Statistik, Wahrscheinlichkeiten), das „Cherrypicking“ einzelner Studien sowie emotional aufgeladene Verschwörungserzählungen. Anhand unserer Kommunikationsangebote, u.a. unserer mobilen Ausstellung, diskutieren wir spezifische Strategien einer Bundesoberbehörde im Spannungsfeld von Wissenschaft, Politik und öffentlicher Sorge. Vorgestellt werden Prebunking-Ansätze, positive Informationsvermittlung sowie der Umgang mit Reaktanz- und Boomerang-Effekten, um faktenbasiert und empathisch gegen Desinformation vorzugehen.


