
Univ.-Prof. Katherine Dormandy, DPhil hat seit 2020 die Professur für Christliche Philosophie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck inne. Sie beschäftigt sich in ihrer Forschungsarbeit mit dem Thema der Kommunikation und der Erkenntnis in einer pluralistischen Gesellschaft, auch innerhalb der Wissenschaft. Sie plädiert etwa dafür, dass der Diskurs mit Andersdenkenden (z. B. über Wissenschaft oder Religion) wichtige Einsichten bieten kann. Außerdem untersucht sie die Rolle des Vertrauens, welches in Experten gelegt wird, in Bezug auf die Vermittlung von Informationen. Eine wichtige Aufgabe dabei ist es, über weltanschauliche Parteilichkeit und bezüglich der damit verbundenen fundamentalistischen Tendenzen aufzuklären. Dabei ist die Wissenschaft keine Ausnahme, was Dormandy auch nun in Forschung über das Gatekeeping von Wissenschaft untersucht.
Selbstkritisch skeptisch! – Wie man aufklärt, ohne dabei auf Irrwege zu geraten (Assoz. Prof. Dr. Bettina Bussmann, Univ.-Prof. Katherine Dormandy, PD Dr. Nikil Mukerji) (2026)
Wissenschaftlicher Skeptizismus will aufklären: Falsches zurückweisen, Wahres erkennen, Irrtümer vermeiden. Doch auch Skeptiker können auf Irrwege geraten. Wer den aktuellen wissenschaftlichen Konsens unkritisch als letztgültigen Maßstab behandelt, riskiert Wissenschaftsfundamentalismus. Wer aus moralischen Gründen auf Kritik verzichtet, etwa bei „anderen Wissensformen“ oder indigenem Wissen, riskiert, Wahrheit zugunsten der politischen Korrektheit aufzugeben.
In diesem Panel fragen Bettina Bussmann, Katherine Dormandy und Nikil Mukerji, wie selbstkritischer Skeptizismus aussehen muss. Wo hat die skeptische Community in der Vergangenheit gute Arbeit geleistet – und wo braucht sie mehr Selbstkritik und eventuell eine Kurskorrektur?
Ein Panel über Aufklärung ohne Denkverbote und naive Wissenschaftsgläubigkeit.

