
Clemens Lintschinger ist Jurist mit Schwerpunkt Europarecht und engagiert sich im Bereich säkularer und wissenschaftsskeptischer Aufklärung, unter anderem im Umfeld der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften. Seine Arbeit verbindet juristische Expertise mit der kritischen Analyse von Desinformation, insbesondere im digitalen Raum.
Digital Services Act als Waffe
Der wissenschaftliche Skeptizismus muss seine Kritik an irrationalen und parawissenschaftlichen Behauptungen zunehmend in den juristischen Abwehrkampf überführen, da evidenzfreie Angebote und Betrug durch digitale Infrastrukturen exponentiell skaliert werden. Die Verbreitung von Pseudowissenschaft und esoterischen Betrugsmodellen erfolgt vielfach über Online-Plattformen. Mit der vollständigen Anwendbarkeit des Digital Services Act – auch bekannt als „Gesetz über digitale Dienste” – eröffnet sich ein neues Aktionsfeld für skeptischen Aktivismus. Der Vortrag zeigt, wie kritische Bürger und Organisationen wie die GWUP die europäische Verordnung effektiv zur Verteidigung der Rationalität im digitalen Raum nutzen können.


