PD Dr. habil. Timur Sevincer ist Psychologe. Er studierte an der UniversitĂ€t Hamburg Philosophie und promovierte und habilitierte dort in Psychologie. Er hat LehrstĂŒhle fĂŒr PĂ€dagogische Psychologie und Motivation (UniversitĂ€t Hamburg), Sozialpsychologie (Technische UniversitĂ€t Dresden) und Allgemeine Psychologie und Motivation (Leuphana UniversitĂ€t LĂŒneburg) vertreten. Außerdem lehrte er an der New York University in Berlin. Derzeit vertritt er die Professur fĂŒr Psychologie und Transformation an der Leuphana UniversitĂ€t LĂŒneburg. Sein Forschungsschwerpunkt ist zukunftsorientiertes Denken sowie Motivation und Selbstregulation.

Zwischen BauchgefĂŒhl und Zufall: Ergebnisse des GWUP-Prognosenchecks 2025 (PD Dr. Nikil Mukerji, PD Dr. habil. Timur Sevincer) (2026)

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Wie effektiv sind Triggerwarnungen & Co.? (2024)

In verschiedenen Teilen der Gesellschaft, insbesondere an UniversitĂ€ten, gibt es derzeit lebhafte Debatten ĂŒber Triggerwarnungen. Diese sollen Menschen vor emotionalen Belastungen schĂŒtzen. Triggerwarnungen werden beispielsweise vor Filmen und in Lehrveranstaltungen verwendet, wenn diese Inhalte enthalten, die Unbehagen oder Stress auslösen könnten. Doch sind Triggerwarnungen evidenzbasiert oder handelt es sich dabei lediglich um Pseudomaßnahmen? BefĂŒrworter argumentieren, dass solche Warnungen insbesondere Angehörigen vulnerabler Gruppen helfen, sich auf schwierige Inhalte vorzubereiten, oder ihnen die Wahl lassen, solche Inhalte zu meiden. Kritiker wenden ein, dass Triggerwarnungen negative Reaktionen verstĂ€rken können und die Vermeidung bestimmter Inhalte unter UmstĂ€nden mehr Schaden als Nutzen anrichtet. Letztlich ist es eine empirische Frage, ob Triggerwarnungen wirklich nĂŒtzen, schaden oder keinen Effekt haben. Einige Studien haben untersucht, ob (a) Triggerwarnungen die Reaktionen auf Inhalte verĂ€ndern, (b) sie dazu fĂŒhren, dass Menschen solche Inhalte tatsĂ€chlich meiden, oder (c) sie das VerstĂ€ndnis des Materials beeinflussen. In meinem Vortrag werde ich die beste wissenschaftliche Evidenz zu den Auswirkungen von Triggerwarnungen prĂ€sentieren und zusammenfassen. Außerdem werde ich anhand eines realen Beispiels zeigen, wie man mit den Anliegen von Studierenden und Lehrenden bezĂŒglich Triggerwarnungen umgehen und praktikable Lösungen finden kann. Zuletzt werde ich die Diskussionen ĂŒber Triggerwarnungen in einen breiteren gesellschaftlichen Kontext einordnen und wissenschaftliche Belege fĂŒr die EffektivitĂ€t Ă€hnlicher Maßnahmen diskutieren, die darauf abzielen, emotionalen Schaden zu verhindern.

Macht die Visualisierung von Erfolg erfolgreich? (2023)

Im Internet und in den Regalen mit Selbsthilfe-Literatur in Buchhandlungen finden sich unzĂ€hlige Ratgeber, die behaupten, wir mĂŒssen uns unsere WĂŒnsche und TrĂ€ume nur lebhaft genug vorstellen, damit diese in ErfĂŒllung gehen. Solch eine Manifestierung positiver Ereignisse („Ich stelle mir vor, ein MillionĂ€r zu sein“) soll angeblich – durch das Gesetz der Anziehung (Gleiches zieht Gleiches an) – dazu fĂŒhren, dass die visualisierten Ereignisse auch tatsĂ€chlich eintreten. In diesem Vortrag geht es darum, wie verbreitet solche pseudowissenschaftlichen Theorien zum positiven Denken sind, was sie von wissenschaftlichen Theorien unterscheidet und ob positive Fantasien vielleicht sogar nach hinten losgehen und Erfolg bei der Verfolgung unserer Ziele vereiteln können. Oder gibt es wissenschaftliche AnsĂ€tze, die erklĂ€ren können, warum positives Denken manchmal funktioniert? – Erkenntnisse zu mentalen Simulationen, selbsterfĂŒllenden Prophezeiungen und Selbstwirksamkeit. Und schließlich: Gibt es wirklich psychologische „Tricks“, die wir anwenden können, um unsere TrĂ€ume besser in die Tat umzusetzen?