Martin Moder

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martin moder 400

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Martin Moder ist Molekularbiologe und beschäftigt sich in seiner Freizeit gerne mit Wissenschaftskommunikation. Er schreibt den Science Blog “GENau” und hat 2014 den Science-Slam-Europameister-Titel geholt. Sein Master-Studium der Mikrobiologie und Genetik hat er an der Universität Wien abgeschlossen. Seitdem arbeitet er als Doktorand am dortigen Zentrum für molekulare Medizin.

Gemeinsam mit Nikil Mukerji:
Jordan Peterson – Wichtiger Denker oder gefährlicher Pseudointellektueller? (2019)

Durch seine radikalen Thesen wurde der umstrittene Psychologie-Professor Jordan Peterson vor zwei Jahren über Nacht zum Internet-Phänomen. Seine YouTube-Videos generieren Millionen von Klicks, sein Buch „12 Rules for Life“ wurde zum Megabestseller. Der Spectator nennt ihn „einen der wichtigsten Denker auf der Weltbühne seit Jahren“. Viele sehen in Peterson eine ermächtigende Vaterfigur, andere einen pseudointellektuellen Vordenker der Alt-Right Bewegung.

In unserem Vortrag werden wir das Phänomen Jordan Peterson kritisch durchleuchten und seine Denkweise prüfen. Dabei werden wir die für Skeptiker interessantesten Themenkomplexe diskutieren, etwa:

1) Pseudowissenschaft à la Peterson – was ist dran an seinen Lebensratschlägen?
2) „12 Rules for Life“ – eine Einstiegsdroge in die Alt-Right-Bewegung?
3) Atheismus – auch nur eine Form der Religion?
4) „Enforced Monogamy“ – Zwangsverheiratung von Frauen zur Vorbeugung männlicher Gewalt?

Unsere Einschätzung: Der Fall Peterson ist für Skeptiker interessant und lehrreich, weil er die Komplexität und Vielschichtigkeit unserer Lebenswirklichkeit illustriert. So gibt es einerseits berechtigte Kritikpunkte an bestimmten Sichtweisen Petersons. Andererseits zeigt die Diskussion über seine Person, dass ideologisch motivierte Fehlinformationen („Fake News“) die öffentliche Sicht auf einen Menschen und seine Thesen stark verzerren können.

Giftige Gene? Grüne Gentechnik vs. hartnäckige Gerüchte (2016)

Seit zwei Jahrzehnten verändern wir gezielt das Erbgut von Nutzpflanzen, um sie für unsere Bedürfnisse zu optimieren. Dreizehn Prozent der globalen Anbaufläche sind mittlerweile mit gentechnisch modifizierten Nutzpflanzen besetzt. Auch Deutschland importiert jährlich Millionen Tonnen gentechnisch verändertes Futtermittel für die Tierzucht. Ist das ein wünschenswerter Trend oder bedenklich? Rechtfertigt der Nutzen etwaige Risiken? Wie steht es um Resistenzbildung, Pestizideinsatz, Ertrag und Einkommensveränderungen der Bauern? Ein relevantes Thema, zu dem viele Mythen in Umlauf sind. Der Vortrag diskutiert Streitpunkte der Grünen Gentechnik auf Grundlage der aktuellen wissenschaftlichen Datenlage.