Offenbar trifft er damit einen Nerv: Wie “Die Zeit” in einer repräsentativen Umfrage ermittelte, halten es 31 Prozent der unter 30jährigen in Deutschland für möglich, dass die Anschläge auf das World Trade Center von der US-Administration in Auftrag gegeben wurden. Die ganze Wahrheit über die Anschläge glauben nur 27 Prozent aus den großen Medien erfahren zu haben. Wobei zwischen den abstrusen Thesen der Verschwörungstheoretiker und noch „offenen“ Fragen unterschieden werden muss. Selbstverständlich gibt es noch Ungereimtheiten und Fragen der Öffentlichkeit, auf die die US-Regierung nicht adäquat reagiert hat und so den Spekulanten das Feld überlässt. Leider vermischen die Verschwörungstheoretiker Fakten und Fiktion dermaßen, dass die teils interessanten Fragen, die gestellt wurden, in der Masse des „Unsinns“ untergehen.
Übrigens: die Verschwörungstheoretiker werden in den Medien leider öfter als „Skeptiker“ bezeichnet (bspw. die“taz” vom 12.9.2003), diese Skepsis ist jedoch nicht an wissenschaftlichen Methoden, oder dem kritischen Denken orientiert, wie es von den Skeptikern im Umfeld der GWUP verstanden wird. Es bleibt zu hoffen, dass die Öffentlichkeit aufgrund der großen Resonanz des Themas, zukünftig nicht „Skeptiker“ mit Verschwörungstheoretikern gleichgesetzt.
Allgemeine Infos zum Thema Verschwörungstheorien finden Sie auch im Skeptiker Heft 3/2000.