Verschwörungstheorien zur Mondlandung
Trotz umfangreicher Belege für die bemannte Raumfahrt hält sich die Behauptung, die Mondlandung von Apollo 11 sei inszeniert gewesen.
Holger von Rybinski im Interview mit Martin Elsässer
Trotz umfangreicher Belege für die bemannte Raumfahrt hält sich die Behauptung, die Mondlandung von Apollo 11 sei inszeniert gewesen.
Holger von Rybinski im Interview mit Martin Elsässer
GWUP: Sehr geehrter Herr Elsässer, seit einigen Jahren wird an der Bayerischen Volksternwarte München e.V. ein Vortrag zum Thema „Hat die Mondlandung wirklich stattgefunden?” angeboten, jetzt unter Ihrer Leitung. Seit wie vielen Jahren bietet die Sternwarte diesen Vortrag an?
Martin Elsässer: Seit 6 Jahren, wobei der Vortrag von uns immer wieder auch extern gehalten wurde.
GWUP: Wie erklären Sie sich das anhaltende Interesse? Ist zu dem Thema nicht schon alles gesagt?
M.E.: Die technischen Fakten sind sicherlich schon sehr gut dokumentiert, aber natürlich nicht jedem bekannt. Manche vorgebrachten Argumente gegen die Mondlandung wirken für Laien ja auch scheinbar plausibel und oftmals sind technische Details notwendig, um die wahren Umstände zu erklären.
GWUP: Was sind die häufigsten Fragen?
M.E.: Sehr leicht zu erklärende „Klassiker” sind natürlich die scheinbar wehenden Fahne oder die fehlenden Sterne auf den Aufnahmen. Die generell ungewohnte Beleuchtungssituation auf allen Fotos von der Mondoberfläche erzeugt viele Fragen.
GWUP: Aber warum sieht man auf vielen der Fotos der Apollo-Missionen keine Sterne?
M.E.: Dass keine Sterne auf den Aufnahmen zu sehen sind, ist völlig normal und einfach nur eine Folge der sehr kurzen Belichtungszeiten, da ja immer Objekte im prallen Sonnenlicht (Astronauten, Instrumente, der Mondboden …) fotografiert wurden. Das kann heute jeder mit einer fast beliebigen Kamera selber nachvollziehen.
GWUP: Was ist Ihr persönlicher Eindruck zu diesem Thema: Was für Leute sind das, die glauben, die Mondlandung sei nur ein Schwindel?
M.E.: Das variiert in weitem Rahmen, aber technische / naturwissenschaftliche Vorbildung ist eher unterrepräsentiert. Wie fast überall im Leben ist eine solide Ausbildung und eine Kultur des Selber-Kritischdenkens ein guter Schutz vor zu viel Unvernunft.
GWUP: Die Astronauten, die von 1969 – 1972 den Mond besucht haben, sind entweder schon verstorben oder sehr alt. Wenn kein Zeuge der Mondlandung mehr lebt, wie kann man feststellen, dass wirklich Menschen auf dem Mond waren?
M.E.: Glücklicherweise gibt es viele Zeugnisse, wie Filme, Bilder und Dokumente. Und viel Technik wie Raketen, Landekapseln usw. . Auf dem Mond sind einige Instrumente verblieben, die auch heute noch an genau den behaupteten Stellen von der Erde aus nachgewiesen werden können. Und 380 kg Mondgestein wurden ja auch mitgebracht. Und, und, und.
GWUP: Gibt es Fragen zu diesem Thema, die für Sie selbst noch ein Rätsel darstellen?
M.E.: Bei Gesprächen und Vorträgen kommen immer wieder tiefe technische Fragen, die ich nicht beantworten kann. Oftmals fragen die Leute aus ihrem jeweiligen Fachgebiet heraus nach Themen, bei denen sie sich auskennen. Aber nur weil ich ein technisches Detail noch nicht kenne, muss ja noch nicht alles außenrum gelogen und gefälscht sein. Und da es nicht um denkfeindlichen Glauben geht, können wir immer weiter fragen und immer mehr technisches Verständnis ansammeln. Bis die Vielzahl der Antworten und Fakten nur einen logischen Schluss zulässt.
GWUP: Herr Elsässer, vielen Dank für das Gespräch!

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