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| Wünschelrute |
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Instrument zum Aufspüren von unterirdischen Wasseradern, Bodenschätzen, archäologischen Stätten oder angeblich gesundheitsschädlichen „Erdstrahlen“. Hin und wieder wird die Der wissenschaftliche Nachweis von Erdstrahlen oder anderen Wirkungen von geologischen Besonderheiten auf das Ausschlagen der Wünschelrute konnte nicht erbracht werden. In kontrollierten Versuchen erzielten Rutengeher beim Aufspüren von Gegenständen keine höheren Trefferquoten, als beim Würfeln zu erwarten wären. Nach geologischen Kenntnissen unzutreffend ist die Vorstellung von zahlreichen unterirdischen Wasseradern, wie sie von Wünschelrutengängern vertreten wird. Auch die Behauptung von erdumspannenden „Gitternetzen“ (Globalgitter-Netz, Curry-Netz) ist als reines Fantasieprodukt zu betrachten. Das Gleiche gilt für die angeblich durch Wünschelruten nachweisbaren „Skalar-Wellen“, die Konstantin Meyl entdeckt haben will. Dennoch kommt es beim Rutengehen regelmäßig zu plötzlichen, nicht willentlich gesteuerten Bewegungen des Instruments. Auslöser sind zum einen winzige Muskelbewegungen, die unbewusst mit gedanklichen Inhalten und Vorstellungen verbunden sind, auch „Carpenter-Effekt“ (nach dem englischen Naturforscher William Benjamin Carpenter, 1813-1885) genannt. Hinzu komm das Kohnstamm-Phänomen (benannt nach dem deutschen Neurologen und Psychiater Oskar Kohnstamm, 1871-1917). Es entsteht, wenn Muskeln nach längerer, intensiver Anspannung wieder entspannt werden. Der Effekt wirkt umso überraschender, weil er nicht unmittelbar nach der Entspannung eintritt, sondern mit einer Verzögerung von etwa zwei Sekunden
Inge Hüsgen/Amardeo Sarma
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